Wohnraum schaffen – Bauen ermöglichen
Bezahlbarer Wohnraum ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Viele Menschen finden nur schwer eine passende Wohnung Besonders Familien, Studenten, Auszubildende, Senioren und Menschen mit mittlerem Einkommen leiden unter einem knappen Wohnungsangebot und steigenden Mieten.
Die CDU Hannover steht für eine Stadtentwicklungspolitik, die Bauen ermöglicht, anstatt es zu verhindern. Wohnraum entsteht nicht durch kommunale Baustandards, sondern durch schnellere Verfahren, klare Entscheidungen und eine aktive Flächenpolitik. Wir wollen deshalb digitale und standardisierte Bauanträge einführen, die Genehmigungszeiten deutlich verkürzen und für eine bessere Priorisierung von Wohnungsbauprojekten in der Verwaltung sorgen. Baulücken müssen systematisch erfasst und aktiviert werden. Leerstehende oder mindergenutzte Gewerbeflächen werden unbürokratisch in Wohnraum umgewandelt werden können, wenn dies städtebaulich sinnvoll ist.
Darüber hinaus wollen wir neue Wohngebiete ausweisen, wo dies verantwortbar und infrastrukturell tragfähig ist. Neue Quartiere müssen von Anfang an mit Verkehrsanbindung, Parkraumversorgung, sozialer Infrastruktur, Grünflächen, Nahversorgung und Bildungsangeboten zusammengedacht werden. Gleichzeitig ist es unser Ziel, kommunale Bauvorgaben kritisch zu überprüfen. Überzogene Standards und ideologisch motivierte Zusatzanforderungen verteuern das Bauen und verhindern Projekte. Unser Ziel ist es, Bauen wieder einfacher, schneller und wirtschaftlicher zu machen, ohne auf Qualität und städtebauliche Verantwortung zu verzichten.
Das Ihme-Zentrum endlich voranbringen
Das Ihme-Zentrum ist eines der bedeutendsten städtebaulichen Problemfelder Hannovers. Seit Jahren steht es für Leerstand, Unsicherheit und mangelnde politische Steuerung. Zugleich bietet das Areal die Chance für ein lebendiges innerstädtisches Quartier mit Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und kreativen Nutzungen.
Wir wollen das Ihme-Zentrum in Partnerschaft mit allen Eigentümerinnen und Eigentümern zum Sanierungsgebiet erklären, um die verfügbaren Fördermöglichkeiten zu nutzen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine Task Force aus Stadt, Eigentümern, Investoren, Wohnungsunternehmen und weiteren relevanten Akteuren ein, damit die Entwicklung des Areals endlich verbindlich und zielgerichtet gesteuert wird. Leerstehende Büroflächen müssen zu Wohnungen umgewandelt, die unteren Ebenen für Handwerk, Start-ups und Kreativwirtschaft geöffnet und die Einbindung in den Stadtteil deutlich verbessert werden. Das Ihme-Zentrum darf nicht länger Symbol des Stillstands sein. Es muss zu einem Beispiel dafür werden, dass Hannover auch komplexe Stadtentwicklungsprojekte entschlossen lösen kann.
Öffentliche Räume lebenswerter machen
Eine lebenswerte Stadt zeigt sich nicht nur an ihren Wohnungen und Verkehrsachsen, sondern auch an der Qualität ihrer öffentlichen Räume. Plätze, Gehwege, Stadtteilzentren und Aufenthaltsflächen müssen so gestaltet sein, dass Menschen sich dort gerne aufhalten.
Wir wollen deshalb deutlich mehr und besser gestaltete Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten in der Innenstadt und in den Stadtteilen schaffen. Es reicht nicht, vereinzelt Standardbänke aufzustellen. Sitzbereiche müssen bewusst angeordnet, mit Begrünung, Beleuchtung und gestalterischen Elementen verbunden und auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet werden. Gerade für ältere Menschen, Familien und Besucher ist die Aufenthaltsqualität ein entscheidender Faktor. Insgesamt muss auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen ein Augenmerk in der Planung gelegt werden. So sollen auch mehr Trinkwasserspender installiert und sonstige Wasseranlagen gebaut werden. Wir wollen darüber hinaus hannoversche Künstler und Gestalter stärker in die Entwicklung von Stadtmöbeln und Aufenthaltsbereichen einbeziehen, damit funktionale Qualität und städtische Identität zusammenfinden.
Mehr Farbe, mehr Natur, mehr Identität
Hannover hat viele graue, versiegelte und vernachlässigte Flächen, die viel Potential bieten für mehr Attraktivität, mehr Lebensqualität und ein höheres Sicherheitsgefühl.
Wir wollen deshalb ein kommunales Programm zur sichtbaren Verbesserung des Stadtbildes auflegen. Dazu gehören Förderungen für Fassadenbegrünung, Anreize zur Entsiegelung von Flächen und die ökologische Aufwertung von Straßenräumen durch Blühstreifen, heimische Pflanzen und pflegeleichte Begrünung. Gleichzeitig wollen wir legale Streetart gezielt fördern. Projekte wie das Festival „Hola Utopia“ zeigen, wie Kunst, Jugendbeteiligung und Stadtbildpflege sinnvoll miteinander verbunden werden können. Wir wollen geeignete Flächen im öffentlichen Raum bereitstellen, Kooperationen mit Schulen, Jugendzentren und Künstlergruppen ausbauen und kreative Gestaltung stärker als Bestandteil einer urbanen Stadtentwicklung verstehen.