Reden wir von Hannover – Impulse für das Stadtimage der Zukunft
Rund 110 Gäste folgten am 25. Februar der Einladung zu einer Podiumsdiskussion über das Image der Landeshauptstadt. Unter dem Titel „Reden wir von Hannover – Hannovers Image im Wandel der Zeit“ diskutierten Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung über Identität, Wahrnehmung und Zukunftsperspektiven der Stadt. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Arbeitskreisen Stadtentwicklung und Kultur im ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäude an der Marktkirche.
Zu Beginn wurde auch unser Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Peter Karst, begrüßt. Er würdigte die Diskussion als wichtigen Beitrag zur zukünftigen Positionierung der Stadt: „Hannover hat alle Voraussetzungen, um zu den attraktivsten Städten Deutschlands zu gehören. Was uns fehlt, ist nicht Substanz, sondern der Mut, klare Prioritäten zu setzen und gute Ideen zügig umzusetzen.“

Im Verlauf des Abends wurde die hohe Lebensqualität Hannovers hervorgehoben: bezahlbarer Wohnraum, viel Grün, kurze Wege und eine zentrale Lage. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es der Stadt aus Sicht vieler Gäste noch an einem unverwechselbaren Profil fehlt. Zuschreibungen wie „langweilig“ oder „verschlafen“ würden der Realität einer dynamischen Landeshauptstadt nicht gerecht.

Die Historikerin Dr. Vanessa Erstmann ordnete dieses zurückhaltende Selbstbild historisch ein. Hannover sei lange Residenzstadt ohne repräsentativen Hof gewesen und später politisch in eine Provinzrolle geraten. Das daraus entstandene Understatement wirke bis heute nach, verstärkt durch den Verlust identitätsstiftender Bauwerke im Zweiten Weltkrieg.

Christian Katz, Geschäftsführer der Hannover Marketing & Tourismus GmbH, stellte die Kampagne „Unboxing Hannover“ vor. Ziel sei es, die Stärken der Stadt sichtbarer zu machen und ein stärkeres Wir-Gefühl zu entwickeln. Auch Investor Oliver Blume warb für mutige Nutzungskonzepte in der Innenstadt und kritisierte bürokratische Hürden. Entertainer, Moderator und Zauberkünstler Detlef Simon („Desimo“) betonte die Bedeutung kultureller Veranstaltungen für die Außenwahrnehmung und verwies auf Hannovers Profil als UNESCO City of Music.
Einigkeit bestand darin, dass ein positives Image nur entstehen kann, wenn sich die Menschen mit ihrer Stadt identifizieren und selbst zu Botschaftern werden.

Wir möchten die Impulse aus der Diskussion politisch aufgreifen und sich dafür einsetzen, Stadtentwicklung, Kulturpolitik und Wirtschaftsförderung stärker zu verzahnen, um Hannover als innovativen, lebenswerten und wirtschaftlich starken Standort klarer zu profilieren.
Die CDU-Kreisvorsitzende Martina Machulla betonte zum Abschluss die Bedeutung eines gemeinsamen Aufbruchs: „Hannover muss sich nicht neu erfinden – aber wir müssen unsere Stadt mutiger denken, klarer positionieren und selbstbewusst vertreten.“