Pressemitteilung: Martina Machulla: „Die Messekrise zeigt den fehlenden Kurs der Stadtspitze“

14. Mai 2026

Zur aktuellen Entwicklung bei der Deutschen Messe AG erklärt die Vorsitzende der CDU
Hannover-Stadt, Martina Machulla:
„Die Deutsche Messe ist einer der wichtigsten Wirtschafts- und Imageträger unserer Stadt.
Umso alarmierender ist die aktuelle Entwicklung. Der enorme Sanierungsstau, sinkende
Besucherzahlen und die Diskussion über tiefgreifende Umbaumaßnahmen zeigen deutlich:
Die Probleme sind seit Jahren bekannt – aber notwendige Entscheidungen wurden zu lange
aufgeschoben.“
Die angekündigte Erweiterung des Vorstandes um zusätzliche Risiko- und
Sanierungskompetenz mache deutlich, wie ernst die Lage inzwischen sei.
„Wenn jetzt unter Hochdruck ein Krisen- und Sanierungsmanager installiert werden muss, ist
das auch ein Zeichen dafür, dass Stadt und Land als Eigentümer zu lange keine
ausreichenden Antworten auf die strukturellen Herausforderungen der Messe gefunden
haben.“
Nach aktuellen Berichten steht die Deutsche Messe AG vor einem grundlegenden Umbau.
Gleichzeitig haben zentrale Leitmessen in den vergangenen Jahren massiv an Reichweite
und Besucherzahlen verloren.
Martina Machulla weiter:
„Die Entwicklung der Deutschen Messe AG fällt auch in die Verantwortung der
hannoverschen Stadtspitze. Oberbürgermeister Belit Onay und die Verwaltungsspitze
müssen erklären, warum bekannte Herausforderungen über Jahre nicht konsequent genug
angegangen wurden und warum bis heute kein überzeugender Zukunftsplan für den
Messestandort Hannover vorliegt.“
Gerade weil die Stadt Hannover Miteigentümerin der Messe ist, reiche bloßes
Krisenmanagement nicht mehr aus.
„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine klare wirtschaftspolitische Strategie für
einen der wichtigsten internationalen Standorte unserer Stadt. Statt Problemen
hinterherzulaufen, braucht Hannover endlich eine aktive und vorausschauende
Standortpolitik.“
Die CDU Hannover-Stadt fordert deshalb:

  • vollständige Transparenz über den tatsächlichen Sanierungs- und Investitionsbedarf,
  • ein belastbares Zukunftskonzept für die Deutsche Messe AG,
  • klare Prioritäten bei Investitionen und Flächennutzung,
  • sowie eine ehrliche Aufarbeitung der Frage, warum bekannte Risiken nicht früher
    konsequent bearbeitet wurden.
    Martina Machulla abschließend:
    „An der Messe hängen tausende Arbeitsplätze in Hotellerie, Gastronomie, Handwerk,
    Logistik, Einzelhandel und Industrie. Die Messe hat weiterhin enormes Potenzial – aber dafür
    braucht es jetzt Führung, klare Entscheidungen und den Mut, die Probleme endlich offen
    anzugehen.“

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