CDU Hannover Stadt

Besetzung der CDU-Geschäftsstelle durch kurdische Demonstranten

Toepffer appelliert, zu einem sachlichen Dialog zurückzukehren

Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer zeigt sich sichtlich erleichtert darüber, dass die zeitweise Besetzung der CDU-Geschäftsstelle friedlich und ohne körperliche Auseinandersetzungen beendet werden konnte. Toepffer: "Das Gespräch mit den Demonstranten hat gezeigt, dass diese in erster Linie Aufmerksamkeit finden wollten. 
 
Auch wenn der Eintritt in unsere Geschäftsräume etwas stürmisch verlief und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen gemacht hat, habe ich für die Situation ein gewisses Verständnis. Die Demonstranten haben mir gegenüber ihre tiefe Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Massaker in Syrien und im Nord-Irak unvermindert anhalten. Darüber hinaus wurde mir berichtet, dass die Auseinandersetzungen zwischen kurdischen und tschetschenischen Gruppen in Celle nicht von kurdischer Seite ausgegangen seien. Ich habe den Demonstranten zugesichert, über eine Landtagsanfrage den tatsächlichen Hintergrund dieser Auseinandersetzungen in Erfahrung zu bringen. Politische Meinungsverschiedenheiten dürfen in Deutschland nie wieder mit Gewalt ausgetragen werden." 
 
Gegenstand des Gesprächs war auch die Forderung der Demonstranten, über den Kreis der Peschmerga hinaus weitere kurdische Widerstandskämpfer mit Waffen zum Kampf gegen den IS auszurüsten. Toepffer erklärte hierzu, dass er diese Forderung in einem ohnehin mit der hannoverschen Bundestagsabgeordneten und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen geplanten Treffen ansprechen würde. Abschließend, so Toepffer, sei man sich einig gewesen, künftige Gespräche auf einer harmonisch und zwischen Demokraten üblichen Art und Weise zu führen. Toepffer: " Für solche Gespräche stehe ich auch weiterhin jederzeit zur Verfügung."