Kulturdezernentin Drevermann – In Wuppertal abserviert, für Hannover gerade richtig?

Hannovers CDU-Vizechef, Maximilian Oppelt, kritisiert: „Uns ist schleierhaft, weshalb eine in Wuppertal geschasste Dezernentin, für Hannover der große Wurf sein soll!“

Die ab dem 1. November in Hannover tätige neue Schul- und Kulturdezernentin, Marlis Drevermann (SPD) aus Wuppertal, verlässt ihre bisherige Wirkungsstätte offenbar gerade noch zum richtigen Zeitpunkt. Wie einem Bericht der Westdeutschen Zeitung zu entnehmen ist, hätten sich die Wuppertaler Koalitionsfraktionen von SPD und CDU intern darauf verständigt, Drevermann bei der im nächsten Jahr anstehenden Wiederwahl zur Dezernentin die Zustimmung zu verweigern. Laut WZ sei Drevermann der „Schmach“ einer Abwahl zuvorgekommen und habe sich daher „wegbeworben“.

Hannovers CDU-Vizechef, Maximilian Oppelt (Vorsitzender der Jungen Union), kritisiert Stephan Weils Entscheidung, Drevermann zur hannoverschen Kulturdezernentin zu machen, scharf:
„Es ist uns völlig schleierhaft, weshalb eine in Wuppertal offenbar geschasste Dezernentin, ausgerechnet für Hannover der große Wurf sein soll. Der Oberbürgermeister hat die Chance verpasst, eine Person mit Visionen und Ideen für die hannoversche Kulturlandschaft zu verpflichten.
Frau Drevermann ist im Gegenteil in Wuppertal offenbar vor allem durch einen unsensiblen Umgang mit Kulturschaffenden und die Schließung von Museen aufgefallen“, so Oppelt in Anspielung auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Laut des Berichtes der FAZ vom Donnerstag dieser Woche verantworte Marlis Drevermann die baldige Schließung des berühmten Fuhlrott- Museums für Naturkunde in Wuppertal, welches auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken könne. Es sei bislang unklar, ob und wann das Museum einen Alternativstandort bekäme. Bislang bereits sei der Betrieb des Museums nur durch die finanzielle Unterstützung eines privaten Fördervereins sowie den Einsatz von über fünftausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Jahr möglich gewesen. Mit dieser Problematik konfrontiert, soll die Wuppertaler Kulturdezernentin Drevermann laut FAZ entgegnet haben, es gebe doch „nichts schöneres als die Neueröffnung eines Museums“. Drevermann habe mit dieser Äußerung ein abschreckendes Signal an alle Sammler, Stifter und Ehrenämtler ausgesandt.
Hannovers CDU-Vize, Maximilian Oppelt, resümiert ironisch: „Wenn die Stadtspitze zukünftig unter der angekündigten `Optimierung der Museenlandschaft` eine Schließungs- und Kürzungspolitik versteht, wäre Frau Drevermann allerdings in der Tat eine geeignete und erfahrene Kandidatin.“

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