Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer hat am Wochenende seine heftige Kritik an einem Scientology-Zentrum in der Landeshauptstadt erneuert und ein parteiübergreifendes Bündnis gegen die Pläne der Sekte gefordert. Toepffer: „Wir können dieser Bedrohung nur gemeinsam begegnen, jetzt ist schnelles Handeln gefragt.“

Gerade das Beispiel Berlin habe gezeigt, dass man das von Scientology ausgehende Gefährdungspotential nicht unterschätzen dürfe. Toepffer: „Das Hannoversche Zentrum soll noch größer werden als die Scientology-Zentrale in der Milionenstadt Berlin. Folglich ist damit zu rechnen, dass die Sekte in Hannover eine noch stärkere Aktivität entfalten wird. In Berlin ist Scientology bereits allgegenwärtig. Die Sekte verteilt gezielt Werbematerial vor Schulen und Jugendeinrichtungen, wendet sich mit Nachhilfeangeboten an lernschwache Schüler und hat sich in der Vergangenheit nicht einmal gescheut den Sektenbeauftragten der Berliner Landeskirche zu bespitzeln.“

„Ich fordere alle demokratischen Kräfte dieser Stadt auf“, so Toepffer, „sofort Widerstand zu leisten. Die Landespolitik muss für eine frühzeitige Aufklärung an den Schulen und eine intensive Beobachtung der Sekte durch den Verfassungsschutz Sorge tragen. Die Stadtpolitik muss Scientology in den Jugendzentren und –treffs zum Thema machen. Über Bibliotheken und Internet muss ausreichend Informationsmaterial über die Sekte zur Verfügung gestellt werden. Die Kirchen müssen mit zeitgemäßen Mitteln in den Wettbewerb mit den ‚Seelenfängern’ der Sekte eintreten und die emotionale Hilfestellung bieten, die offensichtlich viele Menschen in unserer Gesellschaft suchen.“

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