Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer findet die Auseinandersetzung um die Gildebrauerei dumm und schädlich für die hannoversche Wirtschaft.

„Was mit dem Theater um den Oberbürgermeister-Fassanstich zum Schützenfest seinen Anfang nahm und in den laufenden Debatten um einen Markenwechsel in der Gastronomie bis heute fast täglich fortgesetzt wird, sind unzulässige Breitseiten gegen ein hannoversches Traditionsunternehmen.“ so Toepffer.

„So kann man das Sommerloch nicht füllen. Es ist doch eine an sich erfreuliche Tatsache, dass wir mit Gilde und Herrenhäuser zwei exzellente Brauereien in Hannover aufweisen können, denn auch Gilde hat nach wie vor eine Betriebsstätte in dieser Stadt, was die meisten Teilnehmer der Debatte derzeit nicht berücksichtigen. Auch wenn die Zentrale leider nicht mehr in Hannover sitzt, so geht es immer noch um mehr als 300 Arbeitsplätze hier vor Ort. Und ich vermisse die Unterstützung eines hannoverschen Traditionsunternehmens und seiner Mitarbeiter, wenn sich nunmehr in der Öffentlichkeit nur noch einer der beiden Brauereien zugewendet wird. Beide Braustätten produzieren Qualität und haben ihre Anhänger, aber gerade jetzt benötigt die Gilde die Unterstützung der Hannoveraner im Besonderen. Die derzeitigen Diskussionen und das Abwenden von einer nach wie vor ortsansässigen Marke empfinde ich angesichts der Situation der Mitarbeiter der Gilde und der Folgen für die hannoversche Wirtschaft als kurzsichtig und unerträglich.“ urteilt Toepffer.

„Auch leidenschaftliche Anhänger der Herrenhäuser Brauerei sollten angesichts der momentanen Situation die Sicherung von Arbeitsplätzen über etwaige persönliche Vorlieben stellen.“ kritisiert Toepffer die Aussage des CDU-Mitglieds, der als Chef der „Herrifreunde“ die Marke gerne im Rathaus ausgeschenkt sähe.

„Hinter der Marke stehen immer Arbeitnehmer. Wirtschaftspolitik hat oft auch mit Psychologie zu tun, und deshalb ist bei Meinungsbekundungen über ein Unternehmen meist Zurückhaltung oberstes Gebot, denn getroffen von verbalen Attacken und kraftmalerischen Formulierungen werden dabei zu oft nur die Arbeitnehmer.“ schließt Toepffer.


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