Wie groß ist der Sanierungsstau an den hannoverschen Schulen wirklich?

PRESSEMITTEILUNG

fragt sich die schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stefanie Matz, besorgt:

„Der Investitionsbedarf an den hannoverschen Schulen ist enorm. Doch mit dem angepriesenen Investitionsprogramm des Fachbereichs Gebäudemanagement und dem Investitionsmemorandum des Oberbürgermeisters lässt die Stadtspitze die Schulen völlig im Unklaren; eine vorausschauende und transparente Investitionsplanung können wir in beiden Fällen nicht erkennen.

Vor dem Hintergrund des jüngsten Berichtes über den Zustand der Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht (NTW) im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWR) macht sich die CDU-Ratsfraktion ernsthafte Sorgen darüber, dass sich die NTW-Räume in anderen hannoverschen Schulen in ähnlich desolatem Zustand befinden.“


„Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete am vergangenen Samstag darüber, dass in den NTW-Räumen des KWR nur noch Experimente, die ohne Gas, Strom und den Abzug auskommen, weiterhin erlaubt seien. Aufgrund mangelnder Installationen und der damit verbundenen ungenügend ausgefallenen Sicherheitsbegehung ist die Nutzbarkeit dieser Räume – und was noch viel wichtiger ist, die angemessene Art der naturwissenschaftlichen Ausbildung – nur noch rudimentär gegeben“, erklärt Dr. Matz.

Dr. Matz zeigt sich höchst irritiert: „Wird uns jetzt auch noch der Zustand der naturwissenschaftlichen Fachräume einen weiteren Sanierungsstau offenbaren? Bereits bei der Sanierung sanitärer Anlagen in unseren Schulen kommt die Stadt mit den notwendigen Erneuerungsmaßnahmen nicht hinterher. Zudem steht das Gesamtvolumen für die Sanierung der sanitären Anlagen mit 15 Millionen Euro im starken Kontrast zu den nun im Investitionsprogramm des Fachbereiches Gebäudemanagement für die Jahre 2016-2019 (DS 2154/2015) lediglich 400.000 Euro eingeplanten Mitteln“, so Dr. Matz.

„Mit dem so genannten „Investitionsprogramm“ sollte eigentlich eine Prioritätenliste für die Schulsanierungen präsentiert werden. Dies ist nicht der Fall und hat zur Konsequenz, dass die Schulen weiterhin mit der Ungewissheit leben müssen, ob und wann die jeweils dringend notwendigen Maßnahmen angegangen werden“, stellt Dr. Matz verärgert fest und fährt fort: „Es gibt viele Beispiele, an denen deutlich wird, dass schleunigst Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Sei es die Fortführung der Sanierung der NTW-Räume an der Tellkampfschule, die bauliche Weiterentwicklung der Sophienschule oder die aufgrund von Baufälligkeit gesperrte Aula der Humboldtschule. Auch die NTW-Räume dort müssen dringend saniert werden. Und sowohl die Humboldtschule als auch die Sophienschule sind im Investitionsprogramm nicht einmal aufgeführt!“

„Mit diesem fragwürdigen und ungenügenden Investitionsprogramm werden die Schulen nur vertröstet und stehen weiterhin vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, optimale Unterrichtsbedingungen zu bieten. Im Hinblick auf die mangelhaften baulichen Voraussetzungen und die Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren an den Gymnasien, was schätzungsweise einen Investitionsbedarf von 35 Millionen Euro für die hannoverschen Gymnasien benötigt, ist die Stadtspitze dringend aufgefordert, das Investitionsprogramm vernünftig zu überarbeiten und ein solide Planung vorzulegen“, so Dr. Matz abschließend.

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