„Integrative Stadtteilschulen sind ein ideologisches Abschiedsgeschenk von Frau Drevermann!“

P R E S S E M I T T E I L U N G

Fasst die schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stefanie Matz, die Ausführungen der hannoverschen Schuldezernentin zur Zukunft der Haupt- und Realschulen in der Landeshauptstadt, zusammen:

„Außer um Schülerzahlen hat sich Frau Drevermann in den letzten Jahren überhaupt nicht um das Thema Haupt- und Realschulen gekümmert. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Forderungen der Haupt- und Realschulen hat nicht stattgefunden. Dabei klagen die Schuleiterinnen und Schulleiter dieser Schulformen schon seit langer Zeit darüber, mit Ihren Sorgen und Nöten nicht ernst genommen zu werden. Die Ablehnung von Anträgen der Schulen aus dem Jahr 2012 zur Einrichtung von Oberschulen hat das bestätigt.“

„Der Wunsch nach einer integrativ und ganztätig arbeitenden Schule besteht seit langem schon bei den Schulleiterinnen und Schulleitern der hannoverschen Haupt- und Realschulen. Allerdings auch der Wunsch nach einer kleineren, überschaubareren Schulgröße. Die von Frau Drevermann vorgestellte Planung, die sogenannten Stadtteilschulen in einigen Jahren in eine Integrierte Gesamtschule umzuwandeln, verkennt diese realen Anforderungen. Viele Schülerinnen und Schüler brauchen eine intensive und individuelle Betreuung an kleineren Schulen, die auf die jeweiligen Hintergründe und Bedürfnisse eingehen können. An Integrativen Gesamtschulen wird das schon aufgrund der
Größe schwierig bis unmöglich werden“, so Dr. Matz.

„Wie halbherzig ist die Planung, der Stadtteilschule – die als kleinere integrative Schule nichts anderes ist, als eine Oberschule – nur für einige Jahre Bestand zu geben! Damit wird dieser Schule von Anfang an die Chance zur eigenständigen Entwicklung genommen. Ebenso die Möglichkeit, sich als Schule zu etablieren, die auf die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen kann. Die Stadtteilschulen sollen also nur ein Schritt hin zur Integrativen Gesamtschule, als alleiniger Schulform, sein. Diesen ideologischen Kurs gibt die Dezernentin klar vor“, stellt Dr. Matz verärgert fest und fährt fort: „Frau Drevermann hat viel zu lange gewartet, sich den Problemen an den Schulen anzunehmen – und leider auch die falschen Schlüsse gezogen. Wir benötigen ein vielfältiges Schulsystem, das auf die individuellen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schüler besser eingehen kann.

Die Integrierte Gesamtschule ist bei Weitem nicht das Allheilmittel“, so Dr. Matz
abschließend.

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