„Städtepartnerschaft mit Diyarbakir auf Eis legen“

Toepffer schlägt Moratorium vor

„Die Städtepartnerschaft mit Diyarbakir sollte aufgrund der politischen Lage in der Türkei auf Eis gelegt werden“, sagt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Diyarbakir liegt im Südostanatolien. „Eine Partnerschaft mit Diyarbakir, in der viele Kurden leben, ist ebenso problematisch wie eine Partnerschaft mit einer Stadt, in der nicht überwiegend Kurden leben. 
 

Die Landeshauptstadt Hannover sollte sich aus dem Konflikt heraushalten und sich weder auf die eine noch auf die andere Seite schlagen. „Vor diesem Hintergrund“, so Toepffer, „könnte ein Moratorium eine gute Lösung sein, zumindest bis sich dort die politische Situation beruhigt hat. Alternativ könnte Hannover eine Städtepartnerschaft mit Israel anstreben“, ergänzt Toepffer. 

 
Toepffer hatte schon einmal eine Städtepartnerschaft mit Israel angeregt. „Ich wundere mich, dass die Landeshauptstadt Hannover bis heute keine Städtepartnerschaft mit Israel hat“, sagt Toepffer. „Gerade mit Blick auf die Vergangenheit kann eine Städtepartnerschaft mit Israel auch für junge Generationen ein Mittel gegen das Vergessen werden. Städtepartnerschaften bieten Chancen, Toleranz für andere Denkweisen und Lebensgewohnheiten zu entwickeln. Schließlich gehört Globalisierung auch in unsere Köpfe“, so Toepffer abschließend. 
 

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