Grünstrom und grüne Ökolügien – Welche Farbe haben Elektronen?

Was ist eigentlich Grünstrom?

In dieser Woche berichtete die HAZ, dass in der Landeshauptstadt nicht genug Grünstrom produziert wird. Trotz rot-grüner Vorgaben an die Stadtwerke muss Grünstrom zugekauft werden. Der Zukauf führt zu hohen Stromkosten (+25% im Vergleich zu Göttingen) und zu Problemen für den Forschungsstandort Hannover.

Dem grün geführten Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur dienen dagegen die höheren Grünstromkosten in Hannover als Argument für die Verlagerung des Norddeutschen Verbunds für Hoch- und Höchstleitsungsrechnen (HLRN) von Hannover nach Göttingen.

Solche Widersprüchlichkeiten werden von Politologen zunehmend als sogenannte Ökolügien klassifiziert. Der Widerspruch in diesem Fall: Grüne Politik (Bündnis 90/ Die Grünen) erhöht Verbrauchskosten im vermeintlichen Dienst für die Umwelt. Erhöhen sich die Verbrauchskosten, steht grüne Politik nicht dahinter und verhält sich so, als ob sie damit gar nichts zu tun hätte. Grünstrom wird in grüner Verantwortung gefordert und durch grüne Politik kostet er auf Grund der höheren Kosten Arbeitsplätze in Hannover!

Aber was ist Grünstrom?

Zurück zu Presseberichten über Grünstrom: Erklärt wird der Begriff Grünstrom dort nicht, aber so verwendet, als ob Jede(r) wüsste, was das ist. Eine gewisse Vorahnung, was gemeint ist, hat man vielleicht. Aber muss man wissen, was Grünstrom ist? Darf man sich überhaupt trauen, zu fragen, was Grünstrom ist, ohne als Öko-Dilettant zu gelten?

Wir haben recherchiert, nachdem uns selbst Wissenschaftler auf eine vorsichtige Anfrage nicht spontan erklären konnten, was nun Grünstrom ist.

Grünstrom oder: „Sind Elektronen grün“?

Für Diejenigen, die sich nicht täglich im restringierten Sprachkontext der Grünen und ihrer kommerziellen PR-Berater bewegen, stellt sich also die Frage, was ist Grünstrom eigentlich? Nun lernt man im Physikunterricht in der Schule, dass elektrischer Strom durch fließende Elektronen in leitenden Metallen entsteht. Sie schwirren nicht nur um Ihre Atomkerne, sondern wandern fleißig von Atom zu Atom und betreiben Waschmaschinen, Computer und Fernseher oder sie laden Smartphones und neuerdings auch Elektromobile auf.

Wieder im Physikbuch der Kinder nachgeschaut: Elektronen haben gar keine sichtbare Farbe. Sie senden im elektrischen Leiter gar kein Licht aus - auch kein grünes Licht.

Also kann es auch physikalisch keinen Grünstrom geben. Der Begriff Grünstrom ist Ökolügie!

In einem schleichenden, von professionalen Medienberatern kommerziell gestalteten Prozess vereinnahmt die Partei BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Alles, was mit Natur, Umwelt und darüber hinaus zu tun hat. Die Bindung der potenziellen Wähler läuft über die emotionale Schiene und entlastet sie von der anstrengenden sachlichen Auseinandersetzung mit den Themen unserer Gesellschaft. Einige Medien setzen sich dann recht unkritisch auf die Schiene dieser Grünen-PR. Der Begriff Grünstrom ist nur ein Beispiel für diese „Green Corporate Identity“ der zunehmend kommerzialisierten Partei-PR.

Grünstrom aus Windanlagen? Als eine der Ökolügien soll es diesen nur mit autobahnbreiten in die Erde vergrabenen Grünkabeln geben. Als kleine lokale Klimakatastrophen erwärmen aber gerade diese Erdkabel die Erde, trocknen sie aus und führen zu einer deutlich messbaren magnetischen Strahlung an der Erdoberfläche!

Das ist eine PR die zu kleinen, lokalen Klimakatastrophen führt und die mittlerweile auch bei den großen Parteien verfängt. Sachliche Diskussionen physikalischer Effekte werden beim Thema Stromtrassen mittlerweile ausgeblendet und kostengünstigere und in der elektromagnetischen Wirkung unschädlichere oberirdische Stromtrassen sollen möglichst vermieden werden. Strom wird also nochmals teurer.

Ökolügien sind oft nutzlose Placebo-Umweltmedikationen – aber auch mit schädlicher Wirkung -, die im Widerspruch zu vorgegebenen Ansprüchen grüner Politik stehen. Es geht darum, ein vermeintliches Öko-Bewusstsein der Bevölkerung im Sinne kommender Wahltermine zu prägen – als von kommerziellen PR-Beratern geprägtes Lifestyle-Gefühl. Eine emotionale Bindung dominiert und entlastet Wähler von der mühsamen Auseinandersetzung mit den Realitäten und den Sachthemen.

So haben sich die Grünen in Hannover das Fahrradfahren auf die Fahnen geschrieben. – Aber was ist daran neu? Auch im letzten Kommunalwahlkampf 2011 hatte die CDU bessere Radwege gefordert. Hannover musste nicht erst auf die Grünen warten. Wir in der CDU, fahren schon seit mehr als 70 Jahren gern Fahrrad – nur wird das von uns nicht mit einem politischen Alleinvertretungsanspruch parteilich vereinnahmt.

Weitere Ökolügien

Was kommt noch Alles? Grün leuchtende Straßenbeleuchtungen (mit grünen LEDs), damit die grünen Ökolügien uns noch prominenter prägen können? – Grüne Ampeln wird es mit den Grünen in Hannover aber nicht geben. Hier bekam die Farbe Rot den Vorrang gegenüber einem fließenden Individualverkehr mit der Grünen Welle. Die faktische rote Welle in Hannover erzeugt unnötig Kohlendioxid, weil sie wertvolle fossile Energie verbrennen lässt. Sie schädigt die Umwelt. Auch das Verbot in viel befahrenen Tempo 30-Zonen Radwege zu bauen, gehört zu den umweltbelastenden Ökolügien, weil auch hier die Kehrseite der grünen Medaille mit erhöhtem Kohlendioxidausstoß vor sich hin schleichender Autos verschwiegen wird. Fahrradfahrer sollen im friedlichen(?) Miteinander von Autofahrern und Fahrradfahrern in Tempo 30-Zonen den Verkehr bewusst „entschleunigen“. „Entschleunigen“ heißt dann oft, dass dicke Busse in 2 cm Abstand an der linken Fahrradpedale vorbeischaukeln. – Und Hoppla: Wenn Fahrradfahrer dadurch unter die Räder kommen, wurden sie ja angefahren. Die Schuldfrage ist damit geklärt. Hilft das ehemaligen Fahrradfahrern, wenn sie Apalliker sind?

Auch das von den Hannoverschen Grünen geforderte, innerstädtische Tempo 40 kann nur zu höheren Benzinverbräuchen und zu mehr Kohlendioxid führen mit dem Placebo-Effekt einer nicht merkbaren Lärmentlastung. Es belastet die Umwelt und ist ein typisches Beispiel der Ökolügien, also „Umweltverschmutzung im Namen des Umweltschutzes und ohne wahrnehmbaren Effekt für den vorgegebenen Lärmschutz“.

Die grüne, erste Stadträtin in Hannover hat vor ihrem Amtsantritt ein Kohlendioxid-freies Hannover bis zum Jahr 2050 versprochen. Das kann auch nur eine der Ökolügien sein, weil es ohne Kohlendioxid keine Grünpflanzen geben kann, denen eine Basis für die überlebensnotwendige Photosynthese entzogen würde. Ohne Pflanzen können auch keine Menschen in Hannover leben.

Grüne Ökolügien instrumentalisieren die berechtigte Sehnsucht unserer Gesellschaft nach einem guten Umweltschutz für die Machtansprüche einer Partei. Das wird uns sprachlich unmerklich von kommerziellen PR-Beratern der Grünen aufgeprägt mit Begriffen wie dem angesprochenen Grünstrom. Dabei trennen wir doch schon lange den Müll, vermeiden Einwegverpackungen, fahren ohnehin mehr Fahrrad als Auto, nutzen den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr und haben uns als Gesellschaft sogar mehrheitlich und endgültig für den Verzicht auf Atomkraftwerke entschieden.

Fazit

Wirksamer Umweltschutz geht anders und dafür steht die CDU. Die CDU hat sachlich fundiert den Atomausstieg einfach mal durchgesetzt, während die Grünen – leicht verspätet – für den bereits beschlossenen Atomausstieg im Kommunalwahlkampf 2011 plakatierten! Eine Herausforderung an die CDU zu den kommenden Wahlen ist eine strategische ausgerichtete, sachliche Widerlegung grüner Ökolügien.

Zurück zum Ausgangspunkt: Grünstrom? Es gibt keinen einzigen physikalischen Beweis für seine Existenz. Es wird dennoch definiert, dass Grünstrom fehlt und zugekauft werden muss. Zukäufe erhöhen als Konsequenz grüner Politik die Stromkosten. Dann beklagt sich wiederum die grüne Politik über die gestiegenen Stromkosten und macht mit diesem Argument am Standort Hannover Arbeitsplätze entbehrlich (Norddeutscher Verbund für Hoch- Höchleistungsrechnen, HLRN).

Das HLRN soll nach Göttingen verlagert werden. Sofern sich überschlägige Berechnungen unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur in Hannover und der Neuschaffung einer vergleichbaren Infrastruktur in Göttingen (äußerst aufwändige Klimatechnik für Superrechner) bestätigen, kann das gesamtwirtschaftlich für die kommenden drei bis vier Superrechnergenerationen in Göttingen nur teurer werden. Im Windschatten vermeintlicher ökologischer und ökonomischer Aspekte entlarvt sich diese Aktion als ein Prestigeobjekt rot-grüner Klientelpolitik für den südniedersächsischen Raum – pünktlich zur kommenden Landtagswahl 2018 und es ist den rot-grün Verantwortlichen egal, ob dabei Millionen verbrannt werden.

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