„Lehrer als Klinkenputzer unterwegs“

Toepffer irritiert über Flugblatt der GEW

„Lehrer sind neuerdings scheinbar als Klinkenputzer unterwegs“, so Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verteilt seit einigen Wochen ein Flugblatt an Eltern der vierten Klassen der Grundschulen in Hannover. Darin wirbt der GEW-Kreisverband Hannover-Stadt – Fachgruppe Gesamtschulen offensiv für den Besuch einer Integrierten Gesamtschule als weiterführende Schule.  
 

„Lehrkräfte an Schulen sind aber zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet“, sagt Toepffer. Deshalb sei er sehr irritiert darüber, dass die Interessenvertretung der Lehrer ein Flugblatt mit solch einem Inhalt an Eltern der vierten Klassen der Grundschulen Hannover verteile und quasi auf „Kundenfang“ ginge. Dass Lehrer offensiv sich für eine Schulform stark machen und mittelbar die anderen schlecht reden, könne Eltern zudem verunsichern, so Toepffer. Das sei ganz sicher nicht im Sinne der Schüler, erklärt Toepffer. 


„Mit dem Flugblatt werden der ideologische Streit um die richtige Schulform und der Schulkampf gegen die Gymnasien direkt in die Grundschulen getragen. Damit erhebt Rot-Grün zunehmend einen Absolutheitsanspruch und macht so Stimmung zur Schließung hannoverscher Gymnasien. Seitdem Rot-Grün regiert, hat sich die Atmosphäre an Schulen stark verändert.“, sagt Toepffer. „Jede Schule hat aber eine Existenzberechtigung, wenn sie den Bedürfnissen von Schülern gerecht wird“, erklärt Toepffer. 
 
Mit einer Kleinen Anfrage will nun Toepffer im Landtag nachfragen, ob die GEW gegen die Neutralitätspflicht verstößt. 
 

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