"Fragt man die GRÜNEN geht's sicher auch eine Nummer kleiner"

Hannovers CDU-Chef zur Sanierung des Südschnellwegs

Mit deutlich kritischen Worten hat Hannovers  CDU-Chef und Landtagsabgeordneter Dirk Toepffer auf die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Landesregierung zur Sanierung des Südschnellwegs reagiert. 
Toepffer:" Es ist schon bemerkenswert, wie hier versucht wird, die eigene Rat- und Tatenlosigkeit als besondere Form der Bürgerbeteiligung zu verkaufen.
 

Tatsache ist, dass die Verkehrsteilnehmer über weitere 9 Jahre mit dem peinlichen Provisorium einer nur noch eingeschränkten Brücke über die Hildesheimer Straße leben müssen. Insbesondere in Messezeiten wird es weiter zu unnötigen Staubildungen kommen." Bereits im Juni 2012 war die Brücke für den Schwerlastverkehr gesperrt worden, seit Juni 2013 ist sie nur noch einspurig befahrbar. Die vergangenen zweieinhalb Jahre hätten, so Toepffer, genutzt werden müssen, um Planungen für den Neubau in Gang zu setzen. Toepffer: "Geschehen ist aber tatsächlich gar nichts. Stattdessen kommt nun die Ankündigung, dass man erst 2023 mit dem Ersatzbau beginnen will."

 
 
Sorge bereitet Toepffer aber auch die Frage, ob die jetzige Planung überhaupt eingehalten werden kann. Noch im Juli 2014 hatte die Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten mitgeteilt, man gehe davon aus, dass die Brücke noch bis zum Jahr 2024 halten werde. Aktuell wird jetzt von einer möglichen Restnutzung bis zum Jahr 2023 ausgegangen. Toepffer:" Auf Nachfrage hat die Landesregierung im Verkehrsausschuss des 
 
Landtags erklärt, dass man diese 9 jährige Restnutzungsdauer natürlich nicht garantieren könne." Daher stelle sich die Frage, wie man denn reagieren wolle, wenn – wie auch unlängst beim Landtagsgebäude – weitere Schäden bekannt werden, die die Restnutzungsdauer weiter verkürzen könnten. Toepffer weiter." Es ist wirklich mehr als mutig, den Baubeginn für den Ersatzbau exakt in das Jahr zu legen, in dem die jetzt angenommene Restnutzungsmöglichkeit endet. Diese Planung beinhaltet nicht den kleinsten Sicherheitspuffer."
 
 
Der jetzt vorgestellte Planungsrahmen lasse, so Toepffer, erkennen, dass die Landesregierung überhaupt keine Vorstellung hat, wie sie das schwierige Vorhaben stemmen wolle. Toepffer: "Angesichts der baulichen Gegebenheiten ist die schwierigste Frage wohl die, wie der Verkehr während der Arbeiten an dem Ersatzbauwerk weiter fließen soll. Dies umso mehr, als die Landesregierung nun eingeräumt hat, dass auch die Brücken über die Leinemasch spätestens 2023 abgängig sind. Dieser Herausforderung kann man aber sicher nicht dadurch begegnen, dass man allein bis zum Beginn der Ausführungsplanung im Jahr 2021  6 Jahre verstreichen lassen will."
 
 
Als deutlicher Bremser bei diesem Projekt sieht Toepffer die niedersächsischen Grünen. Deren Begeisterung für die jetzt vorgestellten Pläne lasse Böses ahnen. Toepffer: " Grüne Landespolitiker haben ja in den vergangenen Jahren schon mehrfach deutlich gemacht, dass sie mit dem Bau von Straßen aus ideologischen Gründen Probleme haben. Die koalitionsinternen Querelen um die A 39 sind da nur ein Beispiel. Und auch Hannovers Grüne haben sich in der Vergangenheit für den Rückbau von Straßen stark gemacht." Es solle sich daher niemand wundern, so Toepffer, wenn der Südschnellweg, wie man ihn heute, kennt in naher Zukunft Geschichte wird. Toepffer abschließend." Aus grüner Sicht geht es sicher auch eine Nummer kleiner. Und da ist es sicher nicht verkehrt, wenn man sich 2024 kaum noch daran erinnern kann, wie reibungslos der Verkehr bis 2011 geflossen ist." 
 

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