Stadt setzt über 4000 Rechner an Hannovers Schulen unnötigem Risiko aus

Die CDU-Ratsfraktion kritisiert das IT-Management der Stadtführung. Auf eine Anfrage der CDU-Ratsfraktion in der heutigen Ratsversammlung musste die Stadtverwaltung einräumen, dass über 4000 Rechner an hannoverschen Schulen noch immer das veraltete Betriebssystem Windows XP verwenden und damit sicherheitsgefährdet sind.

Zum 8. April hat das Unternehmen Microsoft den Support für das Betriebssystem Windows XP eingestellt, so dass es hierfür seit über drei Monaten keine Sicherheitsupdates und keinen Kundenservice mehr gibt.

CDU-Ratsherr, Maximilian Oppelt, der die Anfrage in die Ratsversammlung eingebracht hatte, kommentiert wie folgt: „Die Stadtführung hat den  echtzeitigen Schutz der Rechner an den Schulen komplett verschlafen. Während die Stadt für die eigenen Rechner innerhalb der Verwaltung  weitgehend rechtzeitig Vorsorge getroffen hat, hat man die hannoverschen Schulen im Regen stehen lassen. Das Auslaufen der Sicherheitsupdates war durch Microsoft lange angekündigt, es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb nicht rechtzeitig reagiert wurde.“

Nach Einschätzungen von Computerexperten steigt das Risiko für Virenbefall und Hackerangriffe auf Windows XP Rechner nun von Woche zu  Woche. Daraus ergeben sich erhebliche Gefährdungen für den Schutz der Daten von Schülern, Eltern und Lehrern (bspw. Zeugnisse,  Konferenzprotokolle, Lehrerbeurteilungen etc.). 

Oppelt kritisiert abschließend, dass die Stadt in ihrer Hilflosigkeit nun den Schulen empfohlen hat, bei über 4000 Rechnern die Verbindung zum Internet zu trennen, um Gefährdungen zu vermeiden: „Es ist eine Sauerei, dass jetzt Schüler und Lehrer die Computer an ihren Schulen nicht mehr richtig nutzen können, weil die rot-grüne Stadtführung ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat.“

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