Sprengel-Museum: Planung scheinbar von Anfang an unzulänglich

Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel, kommentiert die erneute Verteuerung des Erweiterungsbaus am Sprengel-Museum: „Wiederholte Kostenerhöhungen für den Erweiterungsbau des Sprengel-Museums offenbaren die unzureichende Planung bzw. Erfahrung im Umgang mit solchen Großprojekten seitens der Stadtspitze."

Seidel fährt fort: „Streitigkeiten mit Baufirmen um Ausführungen verstärken den Eindruck, dass hier nicht genug Weitsicht vorhanden ist.

Die erneute Kostensteigerung nun als notwendige Risikoreserve von ca. 4,8 Millionen Euro zu tarnen, ist unverschämt. Erst im Februar wurde eine Erhöhung um 2,5 Mio. Euro bekanntgegeben. Es stellt sich die Frage, ob es sich hier bei den nun ca. 36 Millionen Euro tatsächlich um die Endsumme handelt – wohlgemerkt es waren einmal 28,5 Millionen angesetzt!“

„Die CDU-Ratsfraktion ist verärgert über den Ablauf des Ausbaus vom Sprengel-Museum: Pannen und Kostensteigerungen häufen sich. Wiederholt haben wir den Oberbürgermeister aufgefordert, den Erweiterungsbau des Sprengel-Museums zur Chefsache zu machen und geeignete Experten mit diesem wichtigen Projekt zu betrauen. Stattdessen dürfen wir nun erneut eine unzureichende Kalkulation, Planung und Ausführung miterleben“, sagt Seidel.

„Das Sprengel-Museum ist ein Prestigeprojekt für Hannover. Das Museum verfügt über einen hervorragenden Ruf und hat Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. Pannen rund um den Erweiterungsbau dürfen das Image des Museums nicht gefährden. Im Gegenteil: Eine erfolgreiche Realisierung verleiht dem Museum noch mehr Einzigartigkeit.  Wir fordern den Oberbürgermeister daher erneut auf – um Schaden für Stadt und Museum zu vermeiden –, sich diesem wichtigen Projekt anzunehmen und es endlich ohne ständige Nachbesserungen abzuschließen. Mit der CDU-Ratsfraktion gibt es keinen Automatismus, dass eine Ausweitung des finanziellen Rahmens mitgetragen wird. Wir erwarten eine Einhaltung des gesetzten Rahmens zum Ausbau. Hinweise der Verantwortlichen zur Vergesslichkeit von Zahlenwerken sind dabei wenig hilfreich. Wir wissen, welchen Rahmen wir für dies Projekt gesetzt haben“, so Seidel abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben