Und regelmäßig grüßt das Murmeltier

Toepffer zur verheerenden Kostensteigerung des Sprengel-Anbaus

„Welche dramatischen Auswirkungen muss die Kulturdezernentin Marlis Drevermann noch auf die Kostenpläne des Sprengel-Anbaus und finanzielle Situation der Landeshauptstadt Hannover herbeiführen, um aus ihrem Sessel zu fliegen?“, fragt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. „Die Investitionen in den Sprengel-Anbau korrigiert Drevermann in regelmäßigen Abständen nach oben. Die Schuld dafür weist sie anderen zu. Dabei verspricht sie jedes Mal, dass Baukosten und –fristen eingehalten werden“, erläutert Toepffer. 
 

Auch ihrer neuesten Ankündigung liege das gleiche Muster zugrunde. „Die Muster halten jedoch nicht, was sie versprechen“, sagt Toepffer. „Ich frage mich“, so Toepffer weiter, „ob mit der Äußerung des Gebäudemanagements Frank Heidenbluth, dass es bei der Summe von 35,8 Millionen Euro und der Einhaltung der Baufrist nicht bleibt, wenn eine Firma insolvent geht, die nächste Baukostenerhöhung angekündigt wird“. Denn an sich kenne man die wirtschaftliche Situation der Unternehmen, mit denen man zusammenarbeite, erklärt Toepffer.  

 
„Ob die EU-Mittel für den Sprengel-Anbau gesichert sind, wird uns ebenfalls bis zur tatsächlichen Fertigstellung des Baus im Mai 2015 in Atem halten“, erklärt Toepffer. Die bisherige Gesamtsituation um den Sprengel-Anbau lasse nur diese Schlussfolgerung zu. 
 
„Die Einrichtung einer baubegleitenden Arbeitsgruppe durch das Land zeichnet ein klares Bild einer komplett überforderten Drevermann“, sagt Toepffer. Aus einer Antwort der Landesregierung auf Dirk Toepffers Kleine Anfrage zum Sprengel-Anbau geht hervor, dass in enger Abstimmung mit der NBank das Land Niedersachsen nun die Umsetzung und Einhaltung der Frist zur Sicherung der EU-Fördermittel begleiten wird. Die oben genannte Arbeitsgruppe soll alle zwei bis drei Monate tagen und nach Bedarf einberufen werden können. Sie besteht aus Vertretern der Stadt Hannover, der hannoverimpuls GmbH, des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Staatlichen Baumanagements und der NBank, die für die Abwicklung der EU-Mittel zuständig ist. 
 
Während andere politisch Verantwortliche längst um Rücktritt gebeten worden wären, werde Drevermann, die sich mit Pleiten, Pech und Pannen parteiübergreifend profiliere und die Grenze zur Peinlichkeit, beginnend mit der Fristversäumnis bei den Unterlagen für den EU-Fördermittelantrag, längst überschritten habe, in ihrem Sessel gehalten, so Toepffer weiter. Der Austausch Drevermanns sei schon zu Weils Zeiten überfällig gewesen. Auch Oberbürgermeister Schostok fehle scheinbar der Mut, sich von seiner Dezernentin zum Wohl der Landeshauptstadt zu verabschieden.  
 
Toepffer abschließend: „Dass Bauprojekte durchaus auch erfolgreich innerhalb von Zeit- und Kostenplänen umgesetzt werden können, zeigt beispielsweise der Umbau der Sparkassen-Zentrale am Raschplatz.“
 

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