CDU will Widerstandskämpfer mit „Straße des 20. Juli“ würdigen

Anlässlich des in diesem Jahr bevorstehenden 70. Jahrestages des Anschlags auf Adolf Hitler und des versuchten Staatsstreichs gegen das NS-Regime vom 20. Juli 1944, regt die CDU-Ratsfraktion eine verstärkte Kultur des Gedenkens in Hannover bezüglich dieses historisch bedeutsamen Ereignisses an.

Ein entsprechender Antrag durchläuft in Kürze die Ratsgremien.

CDU-Ratsherr Maximilian Oppelt begründet den Vorschlag wie folgt: „Das Attentat auf Hitler mit dem versuchten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 ist der wohl bedeutendste Umsturzplan der deutschen Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime. Diese mutige Gruppe von Menschen um Graf von Stauffenberg hat der Weltöffentlichkeit während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte bewiesen, dass es auch ein anderes, besseres Deutschland gegeben hat und dafür mit dem eigenen Leben bezahlt. Wir möchten verhindern, dass dieses Datum aus dem Gedächtnis der Bevölkerung und insbesondere der jungen Generation verschwindet. Wir schlagen deshalb konkret vor, dass im Stadtbild eine ’Straße des 20. Juli’ etabliert wird. Dies sollte an prominenter Stelle und möglichst im erweiterten Innenstadtbereich erfolgen. Wir fordern die Verwaltung auf, hierzu unter Einbeziehung der Stadtbezirksräte einen Vorschlag zu entwickeln und den Ratsgremien zur Entscheidung vorzulegen. Für den Akt der eigentlichen Straßenbenennung wünschen wir uns dann ein angemessenes Begleitprogramm durch die Stadt.“

Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Dr. Oliver Kiaman, ergänzt: „Umrahmt werden könnte dieser Akt darüber hinaus mit weiteren Aktivitäten: Es böte sich eine Zusammenarbeit mit hannoverschen Schulklassen an, etwa über Projekttage zu diesem Thema. Ferner könnte die Universität für eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas speziell in Bezug auf Hannover gewonnen werden. Perspektivisch könnte der 20. Juli 2014 auch ein guter Anlass für eine Sonderausstellung zum Thema Deutscher Widerstand im Historischen Museum sein.“

Oppelt führt abschließend aus: „Während in manch anderen Städten jährliche Gedenkveranstaltungen zum 20. Juli üblich sind, hat Hannover mit Blick auf die Erinnerungskultur an dieser Stelle noch Potenzial. Das Thema lässt sich zudem durchaus konkret mit Hannover in Bezug setzen: Stauffenberg hat während seiner militärischen Ausbildung mehrere Jahre hier gelebt; außerdem hat sich der frühere Oberbürgermeister Arthur Menge, der zunächst mit den Nazis zusammengearbeitet hatte, ab 1943 dem Widerstand um Stauffenberg angeschlossen.“

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