CDU: „Rathaus-Sause für Schröder unangebracht!“

CDU-Vize Maximilian Oppelt: „Schostok lässt Fingerspitzengefühl vermissen – Dankeschön für Schröders teure Anzeigenkampagne vor der OB-Wahl?“

Die hannoversche CDU kritisiert Oberbürgermeister Schostok für den gestern von der Stadt ausgerichteten Geburtstagsempfang zu Ehren von Gerhard Schröder. 
Der stellvertretende Parteivorsitzende der hannoverschen CDU, Maximilian Oppelt, erklärt hierzu:

„Der SPD-Bezirksvorsitzende Schostok hätte besser auf Kosten der SPD einen Empfang in seiner Parteizentrale veranstalten sollen. Gerhard Schröder hat seine Verdienste um unser Land, er hat unseren Respekt für seine politische Lebensleistung (u.a. Agenda-Reformen) und soll einen schönen Geburtstag feiern können. Wir gratulieren und wünschen ihm persönlich alles Gute.

Eine große Rathaus-Sause auf Kosten der hannoverschen Steuerzahler ist aber unangebracht. Oberbürgermeister Stefan Schostok hat hier jegliches Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Die Dimension der Feier, die unkritische Auseinandersetzung mit dem Jubilar und seinem Kreml-Lobbyismus, die Zusammenstellung der Gästeliste und die Begleitumstände der Sperrung des Rathauses für die hannoverschen Bürger, lassen uns zu dem Ergebnis kommen, dass dieser Festakt nicht im Sinne der hannoverschen Bevölkerung war. 
Schröder hat sich gerade in den letzten Wochen einmal mehr mit Putin-freundlichen Äußerungen disqualifiziert und die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland verharmlost. Dadurch hat er sich selbst international ins Abseits gestellt und seine unbestritten vorhandene politische Lebensleistung massiv überschattet. Im übrigen ist Schröder in den letzten Jahren auch weniger als positiver Botschafter Hannovers in der Welt aufgefallen, sondern hat sich vielmehr als Lobbyist von Putin und der russischen Gasindustrie hervorgetan. Mithin ist so ein opulenter Geburtstagsempfang durch die Stadt Hannover unterm Strich als nicht verhältnismäßig anzusehen. Schostok hätte spätestens nach Schröders jüngsten Putin-Äußerungen besser darauf verzichten sollen.“
 
CDU-Vize Oppelt kritisiert auch die Umstände des Empfangs, wonach das Rathaus nicht mit dem PKW erreichbar war und einen halben Tag lang keinen Besucherverkehr zugelassen hat: „Es ist nicht in Ordnung, dass die hannoverschen Bürger aus dem Rathaus ausgesperrt werden, weil OB Schostok und MP Weil ihren Sozi-Freund auf Kosten eben dieser Bürger bejubeln wollen.“
 
Wenn man sich die Umstände des Festakts durch die Stadt vergegenwärtige, dann falle auf: „Das ganze hatte Züge einer SPD-Parteiparty, nur leider bezahlt vom Steuerzahler. 
Für OB Schostok ist die Sache auch deshalb peinlich, weil der Verdacht einer Dankeschön- Veranstaltung für Gerhard Schröders Wahlkampfhilfe im Raum steht. Schließlich hatte Schröder mittels einer mehrere zehntausend Euro teuren Anzeigenkampagne im Herbst 2013 in den OB-Wahlkampf eingegriffen und Schostok mit ins Amt verholfen“, so CDU-Vize Oppelt abschließend.
 

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