CDU widerspricht SPD: „Leibniz-Uni hat richtig reagiert“

Nachdem ein Mitglied der SPD-Ratsfraktion die Leibniz Universität Hannover für ihre Reaktion auf einen Vorfall zwischen einer Antifa-Gruppe und einer NPD-Funktionärin kritisiert hat, meldet sich nun auch die hannoversche CDU zu diesem Thema zu Wort.
 

Der stellv. Vorsitzende der hannoverschen CDU, Maximilian Oppelt, erklärt dazu:

„Die Universitätsleitung hat genau richtig reagiert. Es ist schlicht nicht akzeptabel, Studenten aufgrund ihrer politischen Meinung an der Ausübung ihres Studiums hindern zu wollen – auch wenn wir die politische Meinung noch so sehr ablehnen. Das käme einem Berufsverbot gleich und wäre verfassungswidrig. Ich habe auch kein Verständnis für das Vorgehen der Antifa-Gruppe. Es gibt doch genug Möglichkeiten auf politischem Wege gegen die menschenverachtenden und gefährlichen Ansichten der NPD und ihrer rechtsextremen Funktionäre vorzugehen, ob bei Demonstrationen, Podiumsdiskussionen oder politischen Veranstaltungen;  da braucht es keine persönlichen Attacken im privaten- bzw. studentischen Betätigungsfeld.“
 
Die hannoversche CDU reagiert auch mit Kritik auf die Einlassungen des SPD-Ratsherrn Kelich in der Sache: „Ich kann nur hoffen, dass dies eine bedauerliche Einzelmeinung innerhalb der SPD darstellt. Der Universitätsleitung zu unterstellen, sie distanziere sich nicht genug von Rechtsextremismus und braunem Gedankengut, ist wirklich grober Unfug. Man sollte eigentlich auch in der SPD wissen, dass es schlicht die Pflicht der Universität als öffentlich-rechtlicher Organisation ist, die im Grundgesetz garantierten Rechte aller Studenten zu schützen – und zwar ohne Ansehung der Person und auch bei noch so kruden politischen Ansichten“, so CDU-Vizechef Maximilian Oppelt. 
 
Kelichs Haltung birgt nach CDU-Ansicht im übrigen die Gefahr, dass Studenten am Ende einer solchen Entwicklung sich nicht nach der Qualität einer Hochschule entscheiden, sondern nach einer politischen Ausrichtung. Das sei mit Blick auf unsere Geschichte fatal.
 

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