„Weil lässt die Landeshauptstadt im Stich“

Toepffer zum Kuppelsaal-Umbau

Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer reagiert auf die Weigerung des Ministerpräsidenten, den Umbau des Kuppelsaals mit EU-Geldern voranzutreiben, sehr verwundert. „Das HCC hat von 2003 bis 2011 seinen Umsatz um ca. sechs Millionen Euro gesteigert. Den wirtschaftlichen Erfolg kann das HCC aber nur halten und ausbauen, wenn in den Umbau investiert wird. Daher wäre es jetzt fatal den Kuppelsaal nicht zu fördern“, erklärt Toepffer. 
 

Wenn Stephan Weil seiner Verantwortung für Hannover als Ministerpräsident mit dem Hinweis auf den Südniedersachsenplan des Landes nicht nachkomme, so Toepffer weiter, werde die Landeshauptstadt über kurz oder lang in ihrer kulturellen Attraktivität nachhaltig gefährdet. „Dann kann Herr Weil mehr als die jetzt geforderten acht Millionen Euro in die Hand nehmen“, mahnt Toepffer. 


„Mit der Landtagswahl im Januar war den Beteiligten aus der Stadt bekannt,  dass der Fokus des Ministerpräsidenten auf dem Südniedersachsenplan liegt. Dennoch ließ im April 2013 der Erste Stadtrat Hans Mönninghoff Herrn Prof. Dr. Jörg Sennheiser eine Projektstudie vorstellen, dessen Kosten wohlgemerkt der Unternehmer selbst trug, und ließ ihn in dem Glauben an den Umbau nach weiteren Sponsoren suchen, um scheinbar kurz nach der OB-Wahl von der rot-grün geführten Landesregierung die Bombe platzen zu lassen“, kritisiert der CDU-Chef. So könne nicht mit den Bürgern und Sponsoren dieser Stadt umgegangen werden, empört sich Toepffer. 

Im Interesse der Landeshauptstadt könne er Stephan Weils Entscheidung so nicht akzeptieren. Über den Umbau des Kuppelsaals werde es ein parlamentarisches Nachspiel geben. „Ich werde eine Anfrage an die Landesregierung richten, um Klarheit darüber zu gewinnen, aus welchen Gründen der Kuppelsaal-Umbau nicht in das EU-Regionalentwicklungsprogramm aufgenommen wird“, so Toepffer abschließend.
 

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