Stadtwerke: Saftige Preiserhöhungen aus sagenhaften Gründen

„Die Gründe für eine neue Preiserhöhungsrunde der Stadtwerke nach nur zehn Monaten sind zu einfach, um glaubhaft zu sein!“, kommentiert der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel, die heute in der Presse angekündigten Preiserhöhungen der Stadtwerke Hannover AG.

Zum Oktober dieses Jahres werden die Strompreise für Privatverbraucher in Hannover um rund 8,8 Prozent steigen. „Hier wird den Verbrauchern Sand in die Augen gestreut, indem die staatlich geforderten Abgaben als einer der Hauptgründe für die anstehende Erhöhung des Strompreises dargestellt werden. In Wirklichkeit aber beträgt der Anteil an Steuern, Abgaben und  Umlagen gerade mal 45,4 Prozent, also nicht einmal die Hälfte des Strompreises. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zum letzten Jahr um 0,1 Prozent verändert. Dies ist schlicht und einfach zu durchsichtig!“, kritisiert Seidel weiter.

„Auch die Höhe der Umlage zur Subventionierung der erneuerbaren Energien als ein weiterer Grund der Preiserhöhung weist im Vergleich zum Vorjahr lediglich eine Veränderung von 0,06 Prozent auf. Anscheinend fehlt der Führungsspitze der Stadtwerke der wirtschaftspolitische Sachverstand, um sich für die längst bekannte Strompreisentwicklung eine entsprechende Zukunftsstrategie zurechtzulegen. Stattdessen werden die Endverbraucher immer öfter zur Kasse gebeten“, erklärt Seidel.

„Die Stadtwerke betreiben mit diesen Argumenten reine Augenwischerei, im Mittelpunkt dieser und der letzten Preissteigerung stehen die angeblich immer steigenden Belastungen für den Energieversorger. Die Stadtspitze soll endlich dafür Sorge tragen, dass auch die Ausgabenseite der Stadtwerke unter die Lupe genommen wird! Der Endverbraucher denke da beispielsweise an die letzte saftige Subventionierung des Schlosses Herrenhausen durch den hannoverschen Energieversorger“, fährt Seidel weiter.

„Die CDU-Ratsfraktion lehnt Preiserhöhungen, die auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen werden, strikt ab und fordert die Stadtwerke auf, ihre Ausgaben zu reduzieren. Davon können alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner profitieren!“, merkt Seidel abschließend an.

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