Keine Highlights im Schlossmuseum Herrenhausen?

Mit größter Überraschung reagiert Dr. Oliver Kiaman, kulturpolitischer Sprecher der CDUFraktion, auf die heutige Berichterstattung zum Streit zwischen Kulturdezernentin Drevermann und der Landesbibliothek.

„In der letzten Kulturausschusssitzung wurde das Konzept für das  Schlossmuseum vorgestellt. Eine in Teilen multimediale Schau, die dem Zeitgeist entsprechen soll. Das ist an sich richtig, aber ungeachtet dessen, dass diese Einrichtungen schnell veraltet sein werden, erwarten die Menschen in einem Museum gerade auch das Original. Auf meine Nachfrage in der Sitzung, welche Originale denn präsentiert würden, war die Auskunft indes recht mager. Jeder habe eh einen anderen Geschmack, verriet man“, stellt Dr. Kiaman fest. „Die Menschen verbinden – unabhängig vom Geschmack – gerade mit Herrenhausen das Universalgenie Leibniz und sein Werk“, entgegnet Dr. Kiaman. „Eines ‚seiner‘ Highlights, die Rechenmaschine  beispielsweise, wird es wohl in der Ausstellung nicht zu sehen geben.“


Dr. Kiaman weiter: „Stattdessen soll die Präsentation der Königlichen Gartenbibliothek im Vordergrund stehen. Aber ob die zu sehen sein wird, stand offenbar während des Ausschusstermins genauso in den Sternen – gefragt hat die Kulturdezernentin die Eigentümer jedenfalls bis dahin nicht.“

„So etwas finde ich unfassbar“, kommentiert Dr. Kiaman, „einerseits wird das, was die Menschen, gerade auswärtige Besucher dort erwarten, nicht gezeigt. Und von dem, was gezeigt werden soll, kann man nicht sicher sein, dass man es sehen wird.“

Dr. Kiaman betont abschließend: „Für das Schloss und das Museum hat sich die CDU als einzige Partei seit Jahren konsequent ausgesprochen. Wir erwarten, dass der Wiederaufbau von Schloss Herrenhausen, der bereits von vielen Pannen gekennzeichnet ist, jetzt wenigstens mit dem Mindestmaß an möglicher Sorgfalt zum Abschluss gebracht wird.“

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