Von illegal zu illegal? – fragwürdige Umsiedlung der Punker durch die Stadtverwaltung

Mit dieser Feststellung kommentiert der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel, die Berichterstattung in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zur Umsiedlung der Punker von Hainholz nach Badenstedt: „Das Vorgehen der Stadtverwaltung scheint mir hier mehr als fragwürdig.

Nach eigenem Bekunden wollen die Punker gar nicht in das neu angelegte Gebiet umsiedeln. Es ist mir daher unbegreiflich, wie die Stadtverwaltung hier vorgegangen ist. Aktionen nach dem Motto‚ erst Tatsachen schaffen und dann fragen‘, kann nicht funktionieren. Das sehen wir hier eindeutig. Der rechtliche Aspekt der Umsiedlung und die genauen Kosten für Einzäunung sowie neue Wasser- und Stromanschlüsse sind ebenfalls völlig unklar und zu hinterfragen.“

Wohnwagen am aktuellen Standort.
In besonderer Weise betroffen zeigt sich der Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V. „Der Kleingärtnerverein Badenstedt e.V., der dort seit Jahrzehnten angesiedelt ist und das Gebiet überhaupt erst urbar gemacht hat, befürchtet Unrat und Müll und eine Belästigung der Kleingärtner auf ihrem eigenen Grund und Boden. Man rechnet sogar damit, dass viele Kleingärtner die mühevoll über Jahre gepflegte und angelegte Kleingartensiedlung des Kleingärtnervereins Badenstedt e.V. verlassen werden“, ergänzt Seidel.

„Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt wird hierzu in der nächsten Bezirksratssitzung am 09.02. eine Anfrage einbringen, um den Sachverhalt der Umsiedlung der Punker zu klären“, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Oliver Kiaman, der sich besonders fragt: „Oberbürgermeister Weil hat mehrfach betont, wie wichtig ihm Bürgerbeteiligung sei – wieso bloß hier nicht?“

„Daher werden wir uns als CDU-Ratsfraktion dafür einsetzen, dass die Entscheidung der Stadtverwaltung transparent und für die Bürger nachvollziehbar oder gar rückgängig gemacht wird“, merkt Seidel abschließend an.

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