Wie geht Schuldezernentin Drevermann (SPD) mit Statistiken um?

Für dumm verkauft? Wie uns tatsächliche 35% als 55% Zustimmung für die Gesamtschule präsentiert werden!

„Davon zu sprechen, dass sich 55 % der befragten Eltern eine Gesamtschule für ihr Kind wünschen ist irreführend.“ Mit diesen Worten kommentiert die schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stefanie Matz, zunächst die abschließenden Zahlen der Elternumfrage, die der Fachbereich Schule in den vergangenen Monaten durchführte.

„16302 Elternhäuser wurden angeschrieben und davon sprachen sich 5721 Eltern für eine IGS aus. Nach meiner Berechnung sind das genau 35 % und nicht wie angegeben 55 %“, so Dr. Matz.

„Die durchgeführte Erhebung hatte zum alleinigen Ziel, das Bedürfnis für die Errichtung weiterer Gesamtschulen zu erfassen.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die sich nicht beteiligten Eltern wohl eher auch keine Gesamtschule für ihr Kind wünschen“, erklärte Dr. Matz weiter.

Das Ziel, den detaillierten Wünschen der Eltern nach einer bestimmten Schulform für ihre Kinder nachzukommen, ist sicherlich anzustreben, es ist aber sehr bedauerlich, dass sich die Stadt Hannover so einseitig für die Integrierte Gesamtschule einsetzt.



Für die CDU-Ratsfraktion bedeutet das Ergebnis der Gesamtschulabfrage jedenfalls nicht den unabdingbaren Zwang zur Einrichtung neuer Gesamtschulen, zumal bereits 9 Integrierte Gesamtschulen zweifelsfrei gute Arbeit leisten.

„Die Vielfältigkeit der Begabungen bei den Schülerinnen und Schülern erfordert auch ein vielfältiges Angebot. Es gilt sowohl unsere hervorragend arbeitenden Gymnasien in Hannover zu stärken, als auch die gut funktionierenden Real- und Hauptschulen. Aber auch Oberschulen,
die das Bildungsangebot komplettieren, gehören dazu. Statt einer festgefahrenen Fixierung auf eine Schulform wünschen wir uns einen offenen Dialog über alle machbaren Schulformen“, betont die CDU-Ratsfrau Dr. Matz.

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