Ausbau des Stichkanals Linden/Limmer sichert hannoversche Betriebe

Anlässlich der Ausführungen des Wirtschaftsdezernenten Mönninghoff in der heutigen Sitzung des Betriebsausschusses Städtische Häfen Hannover zeigt sich der hafenpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Lars Pohl, erstaunt:

„Herr Mönninghoff stellt sich mit der Einschätzung, der Ausbau des Stichkanals in Linden sei nicht erforderlich, auf die Seite der Wasser- und Schifffahrtsdirektion. Folgt man dieser Einschätzung nimmt man bewusst in Kauf, dass die dort ansässigen Betriebe benachteiligt werden.“

In der Entwicklung und Realisierung eines neuen Hafens in Wunstorf sieht Pohl einen mehrfach negativen Effekt für den Lindener Hafen: „Die im Lindener Hafen ansässigen Betriebe sind im Massengutverkehr tätig und zukünftig darauf angewiesen, mit den neuesten Binnenschiffen erreichbar zu sein. Durch den Hafen in Wunstorf werden die Betriebe gewissermaßen von den neuesten Entwicklungen abgeschnitten. Die Konsequenz daraus wird sein, dass Gewerbesteuer zahlende Unternehmen langfristig aus Hannover abwandern.
Diese Entwicklung wird außerdem ein erhöhtes Aufkommen von LKW-Verkehr von Wunstorf nach Hannover bewirken.“

Verärgert zeigt sich Pohl über die Haltung des Wirtschaftsdezernenten: „Jeder Diskussion über Hafenerweiterungen im Stadtgebiet, z.B. nördlich des Kanals oder in Misburg hat sichder Wirtschaftsdezernent konsequent verweigert. Ich frage mich, ob Herr Mönninghoff sich über die Konsequenzen seiner Haltung im Klaren ist. Im Sinne Hannovers handelt er damit nicht. Herr Mönninghoff ist offenbar dazu bereit, leichtfertig Arbeitsplätze und Wirtschaftsstandorte an andere Kommunen zu opfern.“

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