Zur gegenwärtigen familienpolitischen Debatte über die Abschaffung des Elterngeldes erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen, Rita Pawelski:
„Das Elterngeld hat sich seit der Einführung 2008 bewährt. Es ist eine direkte, gerechte finanzielle Hilfe für junge Familien, um die uns viele Länder beneiden. Auch nach einer möglichen Evaluierung wird sich zeigen, dass das Elterngeld erfolgreich ist.

Die Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion sieht das Elterngeld als Teil eines Gesamtsystems. Dazu gehören der massive Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen sowie der gesetzliche Anspruch im Jahr 2013 auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Zusammen mit dem Elterngeld sind das die großen familienpolitischen Meilensteine. Es wäre unklug, die einzelnen Elemente gegeneinander auszuspielen.

Junge Frauen und Männer legen nicht `auf Befehl von oben´ einen Schalter um und entscheiden sich für Kinder. Dazu müssen grundsätzlich die Rahmenbedingungen verbessert werden. Der Schlüssel für mehr Kinder in Deutschland ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Noch immer tragen Mütter bei der Kinderversorgung die Hauptlast und sind zu oft im Berufsleben die Verlierer: Eine Teilzeitbeschäftigung führt häufig in die Karriere-Sackgasse, auf der Aufstiegsleiter ziehen Kinderlose vorbei. Zudem gelten Mütter von kleinen Kindern in vielen Unternehmen vor allem als `erheblicher Kostenfaktor´ und haben dadurch Einstellungsprobleme. Die Gesellschaft und Berufswelt in Deutschland muss insgesamt kinderfreundlicher werden.

Kinder sind kein notwendiges Übel. Sie sind eine Bereicherung für die Gesellschaft und vor allem sind sie die Zukunft. Das Elterngeld gehört dazu.“

 

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