Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland verändert sich deutlich. Die Gesamtzahl der Bevölkerung geht seit 2003 zurück, gleichzeitig steigt die Zahl der älteren Menschen.

Die Lebenserwartung und die Dauer des Rentenbezugs haben sich stetig verlängert. Seit 1960 ist die durchschnittliche Rentenbezugsdauer um 70 Prozent auf 17 Jahre angestiegen. Bis 2030 wird sie auf voraussichtlich 20 Jahre anwachsen. Im Jahr 1960 kamen auf einen Rentner acht Beschäftigte, jetzt kommen auf einen Rentner 3,2 Beschäftigte, im Jahr 2030 kommen auf einen Rentner 1,9 Beschäftigte. Darauf müssen wir die gesetzliche Rentenversicherung rechtzeitig vorbereiten:

- Durch die schrittweise und langfristige Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029 wird die Rentenversicherung auf diese demografische Entwicklung eingestellt.

- Ab 2012 erhöht sich das Renteneintrittsalter um einen Monat pro Jahrgang bis auf das 66. Lebensjahr, ab dem 2024 um zwei Monate pro Jahrgang bis auf das 67. Lebensjahr.

- Für Versicherte, die 45 Beitragsjahre erreicht haben, bleibt es bei der Altersgrenze von 65 Jahren.
- Die Regelungen führen zu einer Beitragsentlastung von 0,5 Prozentpunkten und zu einem höheren Rentenniveau um 0,6 Prozentpunkte.

Der demografische Wandel ist eine große Herausforderung. Wer das nicht zur Kenntnis nimmt und abwartet, gefährdet den Wohlstand des Landes und die Stabilität der Rentenversicherung. Verantwortliche Politik handelt jetzt.
 

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