Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff bildet sein Kabinett um und stellt damit die Weichen für ein Land mit großen Perspektiven und einer guten Zukunft.

Neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration wird Aygül Özkan. Sie folgt auf Mechthild Ross-Luttmann. Die 38jährige Juristin ist Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU in Hamburg. Ihre Eltern stammen aus der Türkei. Die Expertin für Wirtschaft, Arbeit und Integration ist  Muslimin.
Ihr an die Seite wird als Staatssekretär Heiner Pott gestellt. Der 54jährige Jurist ist seit Mai 2000 Oberbürgermeister der Stadt Lingen. Zuvor war er dort u. a. Dezernent für Jugend, Soziales und Sport, was ihn für seine neue Aufgabe prädestiniert.

Prof. Dr. Johanna Wanka wird neue Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Sie folgt auf Lutz Stratmann, der das Amt seit 2003 innehatte.  Die 59jährige gebürtige Sächsin war neun Jahre lang Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg. Seit der Bildung der rot-roten Koalition 2009 in Brandenburg ist sie dort CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag. Seit November 2008 ist Johanna Wanka auch Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Brandenburg. Die Mathematikprofessorin war 1989 Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg (Sachsen-Anhalt) und war von 1994 bis 2000  Rektorin der Hochschule  Merseburg, bevor sie als Quereinsteigerin in die Politik wechselte. Als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) erwarb sie sich durch ihre souveräne und sachorientierte Moderation über die Parteigrenzen hinweg bundesweit Ansehen. In Brandenburg hat Wanka für die Hochschulen durch eine solide finanzielle Perspektive und innovative Instrumente wie einen "Brandenburger Hochschulpakt" Verlässlichkeit geschaffen. In der Kultur hat es Wanka nicht nur verstanden, in der Theater- und Orchesterlandschaft Einbrüche abzuwenden, sondern sogar neue Kultureinrichtungen zu etablieren. Beim Ministerranking des Deutschen Hochschulverbandes 2008 wurde Wanka wegen ihrer wissenschaftspolitischen Leistungen mit Platz 1 und zur "Ministerin des Jahres" gekürt.  Johanna Wanka steht für einen innovativen, gestaltenden, verlässlichen Politikansatz.

Astrid Grotelüschen löst Hans-Heinrich Ehlen im Landwirtschaftsministerium ab. Die 45jährige CDU-Bundestagsabgeordnete ist ausgebildete Diplom-Ökotrophologin und Unternehmerin. Die Landwirtschaft wurde ihr in die Wiege gelegt: Sie wuchs auf dem alteingesessenen Bauernhof ihrer Familie im Kölner Umland auf. Nach dem Studium der Haushalts- und Ernährungswissenschaften in Bonn und ihrer Heirat arbeitete sie in dem auf die Zucht und Brut von Puten spezialisierten Unternehmen ihrer Schwiegereltern, der Mastputen-Brüterei Ahlhorn. 1991 expandierte  das Unternehmen in Mecklenburg Vorpommern, dort war sie fünf Jahre zusätzlich als Prokuristin aktiv. Seit 2001 führt sie gemeinsam mit ihrem Mann das Stammunternehmen in Ahlhorn. Politisch engagierte sich Astrid Grotelüschen zunächst in der Kommunalpolitik. Ihr größter politischer Erfolg war die Bundestagswahl 2009: nach 44 Jahren eroberte sie den Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch-Oldenburg-Land direkt für die CDU. Als Bundestagsabgeordnete machte sie sich für die mittelständischen Familienunternehmen stark.

 
Dr. Bernd Althusmann folgt auf Elisabeth Heister-Neumann im Kultusressort. Der 43jährige Lüneburger ist seit Juni 2009 Staatssekretär in diesem Ministerium. Neben seiner pädagogischen Erfahrung bringt Althusmann durch seine langjährige Tätigkeit als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Führungserfahrung in sein neues Amt ein. Althusmann setzt sich dafür ein, dass im Bereich der Schulpolitik und der frühkindlichen Bildung ein konstruktiver und vertrauensvoller Dialog fortgeführt wird. Seine politischen Weggefährten schätzen an ihm seine Durchsetzungs- und Überzeugungskraft.

Die bisherige Sozialstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst wechselt in das Kultusministerium. Die in Delmenhorst geborene 46jährige Juristin hat über Kriminalprävention promoviert und verfügt über umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung. Das Thema "Frühkindliche Bildung" wird künftig im Kultusministerium gebündelt.

Die personellen Veränderungen wurden vorgenommen - so Ministerpräsident Christian Wulff - um gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen Rechnung zu tragen.

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