Kreisparteitag der CDU-Hannover-Stadt wählt neuen Vorstand

Dirk Toepffer baut die Partei zur modernen Großstadtpartei um

Zwei Dinge waren bemerkenswert an diesem Kreisparteitag der CDU.
1. Der alte und neue Vorsitzende Dirk Toepffer fand trotz Stimmbandentzündung deutliche Worte des Lobes und der Kritik an die Delegierten. Toepffer begründete die Reduzierung des Vorstandes von 5 auf 3 Stellvertreter mit der gesunkenen Mitgliederzahl.

Altgediente Weggefährten wie Klaus-Dieter Scholz haben von sich aus der neuen Konstellation den Weg freigemacht. Aus der Führungsverantwortung wird er sich aber nicht verabschieden. Scholz bereitet in Zukunft das inhaltliche Programm vor.
2. Familienministerin Ursula von der Leyen hat eine mitreißende Rede gehalten. Wenn bis dahin nicht allen Anwesenden die Brisanz der Internetsperrung von Pornoseiten bei Kindern und Jugendlichen klar war, spätestens nach von der Leyens Rede war jeder im Saal von der Notwendigkeit überzeugt. Minutenlanger Applaus brandete nach Ende der Rede auf. Die Ministerin ließ keinen Zweifel an ihrem Willen, ihren Wahlkreis direkt zu gewinnen, aufkommen.
Die Wahlergebnisse der Vorstandsmitglieder waren da nur noch sekundär. Dirk Toepffer konnte nicht nur sein altes Wahlergebnis steigern sondern auch seine Vorschläge für die Stellvertreter sicher durchbringen. Die Weichen für eine neue Personallinie in der CDU Hannover-Stadt sind gestellt. Die Art und Weise ist bezeichnend für den Führungsstil des Vorsitzenden – durchsetzungsstark und besonnen. Die Delegierten haben die Arbeit des Vorstandes honoriert, lediglich bei der Wahl der Beisitzer gab es kleine Überraschungen bei vereinzelten Wahlergebnissen.

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