Hannovers Stadtkämmerer bekommt Nachhilfe vom OB


„24 Stunden, solange hat es gedauert, bis die CDU Ratsfraktion in ihrer Haushaltsklausurtagung klar sagen konnte, dass der Haushaltsplan 2009 von Stadtkämmerer Hansmann eine Farce ist und völlig an den Realitäten vorbei geht“, so Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. „Wir sind sehr schnell auf ein Defizit von etwa 100 Millionen gekommen, da hat Hansmann noch mit 30 Millionen gerechnet. Das darf einem so hochgelobten Mann wie Dr. Hansmann schlichtweg nicht passieren.
In dieser Zeit der Finanz- und Wirtschaftskrisen braucht man gerade einen ausgewiesenen Fachmann für Finanzen, damit Hannover nicht noch weiter in die Schuldenfalle tappt. Aber unser Stadtkämmerer Dr. Hansmann schlummert friedlich vor sich hin und bekommt nichts mit. Er hat die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht zu verantworten, muss sich aber den Realitäten stellen“.

Erst auf Druck von Oberbürgermeister Weil revidiert Hansmann nach und nach und beinahe täglich sein Zahlenwerk und man soll es kaum glauben, er kommt nun ebenfalls auf etwa 100 Millionen Defizit und sogar mit Tendenz nach oben.
„Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen in welch finanzielle Katastrophe uns der Stadtkämmerer steuert. Glücklicherweise hat jetzt der OB den Haushalt zur Chefsache erklärt, aber so richtig wohl kann ihm dabei nicht sein. Immerhin war die Personalie Hansmann eine der ersten Entscheidungen von Stefan Weil“, so Toepffer weiter. Die Suppe muss am Ende doch wieder der Steuerzahler auslöffeln und im Fall Hannover sogar doppelt. Immerhin sperrt sich Hansmann vehement auch gegen eine Senkung der Gaspreise bei den Stadtwerken. Diesen Goldesel rührt er nicht an, soviel hat er immerhin verstanden.

„Nicht die Höhe des Defizits hat uns geschockt, sondern die Art und Weise wie der Stadtkämmerer uns hinters Licht führen wollte macht mich sehr nachdenklich. Seriöse Haushaltsplanung sieht in meinen Augen anders aus“, meint Toepffer abschließend.

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