Startschuß für das NTH-Gesetz - Erleichterung bei allen Beteiligten

„Das war ein schweres Stück Arbeit, aber der Erfolg wird uns nach vorne bringen und auch die Leibniz-Universität Hannover stärken“, freut sich Hannovers CDU-Chef und Landtagsabgeordneter Dirk Toepffer. „Wir haben die Änderungswünsche der Leibniz-Universität fast vollständig in die neue Gesetzesvorlage übernommen. Die Berufung der Professoren bleibt in der Verantwortung jeder einzelnen Mitgliedsuniversität und es wird ein Kuratorium eingerichtet, welches bei Unstimmigkeiten innerhalb des Präsidiums der NTH aktiv wird. Damit haben wir die Unabhängigkeit der einzelnen Unis gestärkt, ohne das Gesamtwerk zu schwächen. Mit der Entscheidung, Hannover im fünften Jahr die Präsidentschaft zu übertragen, kann ich gut leben, so Toepffer weiter. „Es kommt nicht auf den Zeitpunkt an, sondern auf die Schwerpunkte, die man in dem Zeitraum setzt“.

Den juristischen Bedenken, welche der Beratende Dienst des Landtages gegen das Gesetz erhoben hat, ist dadurch Rechnung getragen worden, dass die NTH nun auch Professoren und Studenten als Mitglieder hat. Dies bedeutet keine Schwächung der Mitgliedsuniversitäten. Toepffer: „Man kann auch Hannoveraner und gleichzeitig Niedersachse sein, ohne in einen Gewissenskonflikt zu geraten“. Mit der Evaluierungsklausel sei sichergestellt, dass das Gesetz erst dann auf den Prüfstand gestellt wird, wenn alle drei Mitgliedsuniversitäten die Verantwortung im Präsidium übernommen haben.

„Wir sind nicht so vermessen, um anzunehmen, dass gleich alles glatt läuft, aber wir sind sehr guter Dinge, dass wir mit diesem bundesweit vorbildlichen Zusammenschluss eine für die Studenten, Forschung und Wirtschaft hervorragende Hochschule aufgestellt haben. Nun liegt es bei den Beteiligten, durch konstruktive Arbeit der NTH Leben einzuhauchen. Bedenkenträger seitens der Hochschulen wird es weiterhin geben und wir müssen diese Bedenken mit in unsere Arbeit einfließen lassen. Konstruktives Arbeiten bedeutet, auch Kritiker mitzunehmen und ihre Kritik auch gelten zu lassen. Nach der Evaluierung kann übrigens durchaus darüber nachgedacht werde, den Sitz der NTH dauerhaft nach Hannover zu verlegen. Jetzt muss aber die Leibniz-Universität erst einmal wieder zur Ruhe kommen“.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben