Bauernschlaue Museumserweiterung - Wie städtische Kutschen zu Goldeseln werden sollen

„So bauernschlau war die Rathausspitze schon lange nicht mehr“, wundert sich CDU-Chef Dirk Toepffer über den Versuch der Stadt die dringend benötigte Museumserweiterung des Historischen Museums mit einem Bauerntrick auf das Land abzuschieben.
Laut einer Beschlussdrucksache in der Ratsversammlung, sollen die Kutschen aus dem Historischen Museum in den Westflügel des neuen Schlosses Herrenhausen übersiedeln. Die Kosten in Höhe von bis zu 2.300.000 € soll doch bitte das Land übernehmen.
„So still und leise kann man die Kosten nicht dem Landeshaushalt aufbürden, sagt Toepffer, immerhin kommen die Kutschen aus einem städtischen Museum“.

Mit diesem Trick will die Kulturdezernentin Drewermann einerseits die Erweiterung des Historischen Museums sparen - die Kutschen sind ja jetzt weg -, andererseits fließen die neuen Einnahmen in ihren Etat.
Lothar Schlieckau von den Grünen verteidigt den „kleinen“ Kunstgriff und will von Welfengeschichte nichts mehr wissen.

„Herr Schlieckau kann von mir aus eine Bonsai-Ausstellung im Westflügel veranstalten, so Toepffer weiter, das kostet nichts und passt sicher besser zu seiner Weltanschauung. Mit so einer Politik bringt man die städtischen Museen jedenfalls nicht voran.
Im Übrigen bekommt die Stadt mit dem Schloss ein weiteres touristisches Pfund förmlich geschenkt. Jahrelang hat sich Rot-Grün mit Händen und Füßen gegen einen Wiederaufbau des Schlosses gesträubt und erst mit Hilfe der Volkswagenstiftung und des Landes unter Christian Wulff wird Herrenhausen noch attraktiver.
„Auch wenn es Lothar Schlieckau nicht passt, die Hannoveraner freuen sich auf das Schloss“, schmunzelt

Inhaltsverzeichnis
Nach oben