Finger in die Wunde - Verstärkte Prävention wo es nötig ist

„Man kann Wunden nur versorgen, wenn man weiß, wo sie sind“, so reagiert CDU-Chef Dirk Toepffer auf Äußerungen von Oberbürgermeister Stefan Weil. Dieser präsentierte eine gesunkenen Jugendkriminalitätsrate für die Stadt Hannover, lehnt aber eine Aufschlüsselung nach Stadtteilen kategorisch ab.

Die positive Entwicklung der Kriminalitätszahlen stimmt Toepffer zuversichtlich, aber es bleibt noch genug zu tun. Besonders in den „Hochburgen“ der Jugendkriminalität muss durch eine verstärkte Prävention der Entwicklung Rechnung getragen werden. Gerade hier ist eine detaillierte Karte nach Stadtteilen sehr hilfreich. Wenn man den Daten vertraut, dann ist beispielsweise in der Nordstadt jeder vierte Neuntklässler ein Gewalttäter.
Toepffer: “Diese Zahl ist beängstigend und alarmierend zugleich“.

OB Weil befürchtet eine Stigmatisierung der Stadtteile, aber hier hilft nur eine offene Darlegung der Fakten für alle Betroffenen, Bürger und Stadtverwaltung. Toepffer: „Wir müssen vor Ort Problembewusstsein schaffen um bürgerschaftliches Engagement zu wecken. Nur mit einer offenen Diskussion in der Bürgergesellschaft schaffen wir wirkliche Integration und reduzieren den Nährboden für Kriminalität.“ Hannovers Oberbürgermeister habe dieses offensichtlich noch nicht begriffen. „Stefan Weil zeigt sich beeindruckt und überrascht bezüglich der Ergebnisse der Pfeiffer-Studie, will aber von den schrecklichen Details am liebsten nichts wissen. Das ist Weilsche Scheuklappen-Politik“, so Toepffer.

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