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06.06.2018, 15:00 Uhr
CDU: „Erst der Staatsanwalt räumt im Rathaus auf – OB Schostok und die Ampel-Mehrheit wollten Verwicklung von Herbert in Gehälteraffäre vertuschen“
CDU-Vize Oppelt: „Ungeheuerliche Selbstbedienungsmentalität in der Chefetage der Stadt. Es ist ein Skandal im Skandal, dass die 45.000 Euro illegale Gehaltszulage für Herrn Herbert noch immer nicht zurückgezahlt sind.“
Anlässlich der jüngsten Entwicklungen in der Rathausaffäre, erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende der hannoverschen CDU, Maximilian Oppelt, dazu:

„Es braucht erst das Eingreifen der Staatsanwaltschaft und die Aufnahme von strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen mehrere Mitglieder der Rathausspitze, bevor Bewegung in die Rathausaffäre kommt. Es ist bezeichnend, dass OB Schostok und die Ampel-Ratsmehrheit die Verwicklung von Schostoks Büroleiter, Frank Herbert, bis zuletzt vertuschen wollten und offensichtlich nicht an Aufklärung interessiert sind.
Die Stadtspitze hatte gemeinsam mit Ampel-Vertretern wie SPD-Chef Kirci und FDP-Chef Döring über Tage den Eindruck zu erwecken versucht, Härke trage die alleinige Schuld und Herbert und Schostok wüssten in Sachen rechtswidrige Gehaltszulagen von nichts. Schostok war nie der Herr im eigenen Haus, ist aber inzwischen nur noch Getriebener der Ereignisse. Wie bereits seit Beginn der Affäre gibt er nur das zu, was sich gar nicht mehr leugnen lässt.“
 
Hannovers CDU-Parteivize Oppelt führt weiter aus: „Spätestens nachdem die Stadt letzten Donnerstag nach öffentlichem Druck zugegeben hatte, dass die Gehaltszulagen für Schostoks Büroleiter und einen weiteren Beamten rechtswidrig sind, hätte die Stadtführung unverzüglich ein Disziplinarverfahren gegen Herbert eröffnen und gleichzeitig eine Strafanzeige wegen Untreue erstatten müssen. Jetzt ist vor allem wichtig, dass der  im Urlaub weilende Herr Herbert keinen Zugriff mehr auf wichtige Unterlagen, E-Mails  und Vorgänge der Stadt hat.  Der OB hat mit seiner „Urlaubsbitte“ an den Büroleiter auch hier die Lage unnötig verkompliziert.
 
Es drängt sich der Verdacht auf, dass der OB die Verwicklung von Herbert nicht aufklären, vielleicht sogar vertuschen wollte, um sich selbst zu schützen. Ganz offensichtlich weiß Herr Herbert zu viel, als dass Herr Schostok den Mut hätte, ihn fallen zu lassen. Denn spätestens in dem Moment, in dem die Herren Härke und Herbert mit Kenntnis von Schostok über die zweite, von Herbert geforderte, rechtswidrige Gehaltszulage gestritten haben, hätte Schostok eingreifen müssen und auch die erste Zulage für Herbert stoppen müssen. Dass er es nicht tat, spricht Bände über die tiefe Verstrickung des OB in die Affäre.“
 
Abschließend äußert sich Oppelt zu den noch immer nicht zurück gezahlten Gehaltszulagen:
 
„Im Übrigen muss Herr Schostok seinen engsten Vertrauten und Büroleiter, Herrn Herbert, umgehend auffordern, seine illegal kassierte Zulage von ca. 45.000 Euro seit 2015 plus Zinsen zurück zu zahlen. Es ist ein Skandal im Skandal, dass dies noch immer nicht passiert ist. 
 
Die Selbstbedienungsmentalität in der Chefetage des Hannoverschen Rathauses ist mit Worten nur schwer zu beschreiben. Sie ist zugleich ein verheerendes Signal an die tausenden Mitarbeiter der Stadt, die täglich engagiert und fleißig ihrer Arbeit nachgehen und sich natürlich an Recht und Gesetz halten.“

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