Integration als Voraussetzung für sozialen Frieden
Hannover ist eine Stadt der Vielfalt. Diese Vielfalt ist Realität und zugleich politische Aufgabe. Für die CDU Hannover ist klar: Integration ist entscheidend für sozialen Frieden, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Integration gelingt nicht von allein. Sie braucht Regeln, Förderung, Verlässlichkeit und die Bereitschaft zur Mitwirkung.
Unser Leitbild ist klar: Wer hier leben will, soll dazugehören – und wer dazugehören will, muss sich einbringen. Integration bedeutet für uns mehr als Ankommen. Sie heißt, die deutsche Sprache zu lernen, Bildung zu erwerben, Arbeit aufzunehmen, unsere Werte und Gesetze zu respektieren und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.
Sprache, Bildung und Arbeit zusammen denken
Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Deshalb setzen wir auf frühzeitige, verbindliche und flächendeckende Sprachförderung, insbesondere im Vorschulalter. Kinder mit Förderbedarf müssen schon vor der Einschulung bessere Chancen auf Sprachkompetenz erhalten. Ergänzend wollen wir kommunale Sprachangebote schaffen, Wartezeiten auf Integrations- und Sprachkurse verkürzen und Eltern-Sprachkurse in Kitas und Familienzentren ausbauen.
Arbeit ist der beste Integrationsmotor. Wer arbeitet, Verantwortung übernimmt und sich einbringt, wird schneller Perspektiven und Rechtssicherheit erhalten. Deshalb sorgen wir für eine engere Verzahnung von Integrationspolitik, Bildung und Arbeitsmarkt. Menschen mit Arbeitsvertrag oder Ausbildungsplatz müssen bei Verfahren priorisiert werden. Zudem wollen wir gemeinsam mit hannoverschen Betrieben, Kammern und Bildungsträgern eine kommunale Ausbildungsoffensive in Bereichen mit besonderem Fachkräftebedarf auf den Weg bringen.
Die Ausländerbehörde leistungsfähig machen
Lange Bearbeitungszeiten und mangelnde Transparenz bremsen Integration und belasten zugleich die Wirtschaft. Wir wollen deshalb eine umfassende Modernisierung der Ausländerbehörde vorantreiben. Digitale Verfahren, manipulationssichere elektronische Akten, mehr Personal, schlankere Abläufe und eine transparentere Kommunikation mit Antragstellern und Bevollmächtigten sind aus unserer Sicht notwendig.
Ziel ist eine serviceorientierte und zügig arbeitende Behörde. Arbeitserlaubnisse müssen schneller erteilt, Erwerbstätige und Auszubildende priorisiert und integrationsfördernde Leistungen besser berücksichtigt werden. Engagement in Vereinen, Ehrenamt und gemeinnütziger Arbeit soll im rechtlich zulässigen Rahmen positiv berücksichtigt werden.
Parallelgesellschaften verhindern, Teilhabe stärken
Integration muss im Alltag gelingen. Sie findet in Schulen, Vereinen, Betrieben, Nachbarschaften und Stadtteilen statt. Wo Menschen dauerhaft unter sich bleiben, entstehen Parallelgesellschaften. Das wollen wir verhindern.
Wir wollen deshalb Integrationsangebote, die nah bei den Menschen sind, fördern. Integrations-Hubs in besonders herausgeforderten Stadtteilen sollen Sprach-, Beratungs- und Freizeitangebote bündeln. Schulen, Vereine, Feuerwehren, Sport und Sozialarbeit sollen stärker als Orte der Begegnung genutzt werden. Auch Wertevermittlung, Frauen- und Familienberatung sowie Orientierungskurse gehören für uns zu einer ernsthaften Integrationspolitik. Wer sich integriert, wird davon profitieren. Wer Integration verweigert, darf nicht dauerhaft auf Nachsicht setzen.