Presse
10.05.2016, 19:31 Uhr
CDU zu WLAN-Plänen: „Ein Fortschritt, aber kein großer Wurf!“
CDU-Vize Oppelt: „Viele Bedingungen für freies WLAN bleiben unklar – Netz muss ohne Zeitbegrenzung dauerhaft kostenlos sein. 
Üstra sollte in allen Stationen und allen Bussen und Bahnen WLAN anbieten“
Nachdem bekannt wurde, dass Üstra und htp eine Pilotphase für ein WLAN-Netz in Teilbereichen der Innenstadt planen, erneuert die hannoversche CDU nun ihre Forderung nach verstärkten Anstrengungen seitens der Stadtführung in dieser Sache. 
 
Der stellvertretende Parteivorsitzende der hannoverschen CDU, Maximilian Oppelt erklärt hierzu: „Die neuen WLAN-Pläne sind zwar ein Fortschritt, aber kein großer Wurf. Das Konzept wirkt im Umfang insgesamt etwas verzagt. Warum bekennt sich die Üstra nicht endlich dazu, in ihren Stationen ein kostenloses WLAN anzubieten?
Es ist vor allem enttäuschend, dass viele Details im Unklaren bleiben. Zumal Wirtschaftsdezernentin Tegtmeyer-Dette im Vorfeld über Monate gegenüber den Ratsgremien auf laufende Verhandlungen eines großen Bündnisses für WLAN verwiesen und damit eine hohe Erwartungshaltung geweckt hatte.
 
Tatsächlich lässt die Vorstellung der Pläne leider viele Fragen offen. Wir finden es bedauerlich, dass von einer Pilotphase die Rede ist und unklar bleibt, was nach diesem Testbetrieb passieren wird. Erfahrungen aus anderen Städten, die hier viel weiter sind, gibt es schließlich genug. 
Darüber hinaus kann man nicht wirklich von einem freien WLAN sprechen, wenn nach der ersten Stunde der Zugang abgeschaltet wird und ab der zweiten Stunde möglicherweise Geld verlangt werden soll. 
Ein solches Konzept wäre auch nicht wirklich neu, da andere Anbieter dies bereits in ähnlichem Umfang betreiben. So bietet der private Anbieter Kabel Deutschland in der City bereits 16 Hotspots sowie eine halbe Stunde kostenloses Surfen an.
 
Wir fordern bereits seit knapp vier Jahren ein flächendeckendes und kostenloses WLAN für die City. Also ein Netz ohne Zeit- und Datenbegrenzung. Bislang hat die rot-grüne Stadtführung das Thema weitgehend verschlafen.
Die Stadt muss jetzt nachbessern und zusammen mit der regionalen Wirtschaft den Aufbau eines flächendeckenden und wirklich kostenlosen Drahtlos-Netzes erreichen. Hierbei sollte die Üstra vorangehen und in allen Bussen und Bahnen sowie Üstra-Stationen einen freien WLAN-Zugang anbieten. Dabei könnten auch andere Tochterunternehmen der öffentlichen Hand wie beispielsweise Enercity oder die Parkhaustochter Union-boden eine wichtige Rolle spielen und der bisherigen Initiative von htp mehr Power geben.“
 
Oppelt, der auch dem hannoverschen Rat angehört, erklärt abschließend: 
„Die mobile Nutzung des Internets wird immer wichtiger und eine entsprechende Infrastruktur ist schon lange ein Standortfaktor für eine moderne Großstadt. Wir fordern die Stadtführung auf, hierbei mit gutem Beispiel voranzugehen und in den eigenen öffentlichen Einrichtungen Hannovers schnellstmöglich ein kostenloses WLAN für Besucher anzubieten. Dies darf sich nicht nur auf das Neue Rathaus beschränken, sondern sollte auch in den Museen, den Herrenhäuser Gärten und den Bürgerämtern eingerichtet werden.“
 
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