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News
05.04.2017, 14:04 Uhr
CDU: „Hannover braucht eine echte Stadtteil-Kriminalstatistik – die Behörden müssen sie unverzüglich und ohne Filter vorlegen“
CDU-Vize Oppelt: „Weitere Maßnahmen sollten folgen. Stadtführung muss Sicherheitskonzept für ganz Hannover vorlegen.“
Nachdem die hannoversche CDU zuletzt im Sommer 2016 im Vorfeld der Verabschiedung ihres Wahlprogramms zur Kommunalwahl die Forderung erhoben hatte, dass die Kriminalstatistik auch nach Stadtteilen aufgeschlüsselt veröffentlicht werden sollte, hat die Polizeiführung nun reagiert. 
 
Man hat zwar für Herbst 2017 eine Statistik angekündigt, jedoch wolle man sich noch mit Wissenschaftlern beraten, die Zahlen ins Verhältnis zu den Strukturdaten vor Ort setzen und dann gemeinsam mit der Stadt eine aufbereitete Statistik vorlegen, um „Stigmatisierungen“ zu vermeiden.
 
Der stellvertretende Parteivorsitzende der hannoverschen CDU, Maximilian Oppelt, erklärt hierzu: „Eine Kriminalstatistik nach Stadtteilen macht nur Sinn, wenn sie ungeschönt und ohne Filter die wirklichen Fallzahlen vor Ort wiedergibt. Nur wenn die Probleme mit der Kriminalität vor Ort in ihrem ganzen Ausmaß bekannt sind, können sie von den verschiedenen Akteuren in den Stadtteilen auch anschließend gemeinsam gelöst werden. Das Lavieren der Behörden und die von rot-grün politisch gewollte Geheimniskrämerei muss endlich ein Ende haben. Noch im letzten Jahr wurden wir für die Forderung einer Stadtteil-Kriminalstatistik von SPD und Grünen stark kritisiert. Die Bevölkerung hat ein Recht auf maximale Transparenz. Die Zahlen für die letzten fünf Jahre liegen nun nach Stadtteilen sortiert behördenintern vor, dann müssen sie jetzt auch unverzüglich und ohne Filter veröffentlicht werden.“
 
Parteivize Oppelt ergänzt: „Es darf nicht der Verdacht aufkommen, dass aus Gründen politischer Korrektheit Fakten zurechtgebogen und relativiert werden. Die Bevölkerung ist hier zu Recht sehr sensibel.
Auch das Argument der angeblichen Stigmatisierung von Stadtteilen ist Unsinn: Die Bevölkerung kann die Zahlen selber einordnen und ist nicht naiv. Die Menschen wissen beispielsweise, dass im Bereich Mitte viel Kriminalität von außen hereingetragen wird und nicht in erster Linie von den Stadtteilbewohnern verübt wird. Dies ändert aber nichts daran, dass das Problem in Form der tatsächlichen Fallzahlen offen angesprochen werden muss – nur so lässt es sich auch lösen.“
 
Oppelt erklärt weiter: „Eine ungeschönte Kriminalstatistik für Stadtteile ist allerdings nur ein erster Baustein für mehr Sicherheit, weitere müssen folgen. Die Stadtführung um OB Schostok (SPD) muss endlich ein Sicherheitskonzept für die gesamte Stadt vorlegen. So sollte der städtische Ordnungsdienst wesentlich mehr Personal bekommen, um die Polizei von Bagatellaufgaben zu entlasten. Ferner brauchen wir moderne Videoüberwachung an Brennpunkten sowie eine bessere Beleuchtung von dunklen Ecken in der Stadt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern. Auch beim Thema Ordnung auf städtischen Plätzen ist noch immer nichts passiert. Zudem muss die Stadtführung Maßnahmen zum Schutz der Fußgängerzone in der City vor Anschlägen mit Fahrzeugen auf den Weg bringen.“
 
Abschließend erklärt Oppelt, der auch dem hannoverschen Rat angehört: „Den Frauen und Männern der Polizei Hannover gilt unser großer Dank für Ihren täglichen, engagierten Einsatz und ihre wertvolle Arbeit. Nun müssen neben einer echten Kriminalstatistik auch weitere dauerhafte Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheit vor Ort unternommen werden. Hier ist vor allem auch die Stadtführung um OB Schostok in der Pflicht.“